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	<title>erfurt-web.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/pm/2026/154112.html?pk_campaign=rss-aktuelles&amp;amp;pk_kwd=ef154112 Stadtmuseum präsentiert große Sonderausstellung zur &amp;quot;Sportstadt Erfurt&amp;quot;]&#039;&#039;&#039; (www.erfurt.de) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Gelungener Auftakt für &amp;quot;Liebe, Leistung, Leidenschaft - Sportstadt Erfurt&amp;quot; im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (RWE) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.radio-frei.de/index.php?iid=5.2&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=10741 Eine Badehose, eine Schatulle und die Geschichte des Erfurter Sports]&#039;&#039;&#039; (Radio F.R.E.I.) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/sport-erfurt-und-soemmerda/article411865145/hochrad-badehose-ampulle-ausstellung-sportstadt-erfurt-feierlich-eroeffnet.html Hochrad, Badehose, Ampulle: Ausstellung &amp;quot;Sportstadt Erfurt&amp;quot; feierlich eröffnet]&#039;&#039;&#039; (Thüringer Allgemeine)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/pm/2026/154112.html?pk_campaign=rss-aktuelles&amp;amp;pk_kwd=ef154112 Stadtmuseum präsentiert große Sonderausstellung zur „Sportstadt Erfurt“]&#039;&#039;&#039; (www.erfurt.de) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Gelungener Auftakt für &amp;quot;Liebe, Leistung, Leidenschaft - Sportstadt Erfurt&amp;quot; im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (RWE) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.radio-frei.de/index.php?iid=5.2&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=10741 Eine Badehose, eine Schatulle und die Geschichte des Erfurter Sports]&#039;&#039;&#039; (Radio F.R.E.I.) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/sport-erfurt-und-soemmerda/article411865145/hochrad-badehose-ampulle-ausstellung-sportstadt-erfurt-feierlich-eroeffnet.html Hochrad, Badehose, Ampulle: Ausstellung „Sportstadt Erfurt“ feierlich eröffnet]&#039;&#039;&#039; (Thüringer Allgemeine)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-05-04T12:59:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/pm/2026/154112.html?pk_campaign=rss-aktuelles&amp;amp;pk_kwd=ef154112 Ausstellung Sportstadt Erfurt]&#039;&#039;&#039; (www.erfurt.de) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (RWE) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.radio-frei.de/index.php?iid=5.2&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=10741 Eine Badehose, eine Schatulle und die Geschichte des Erfurter Sports]&#039;&#039;&#039; (Radio F.R.E.I.) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/sport-erfurt-und-soemmerda/article411865145/hochrad-badehose-ampulle-ausstellung-sportstadt-erfurt-feierlich-eroeffnet.html Hochrad, Badehose, Ampulle: Ausstellung „Sportstadt Erfurt“ feierlich eröffnet]&#039;&#039;&#039; (Thüringer Allgemeine)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://erfurt-web.de/index.php?title=Steffen_Rassloff&amp;diff=62326"/>
		<updated>2026-05-04T12:05:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Dr. Steffen Raßloff */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Dr. Steffen Raßloff =&lt;br /&gt;
[[Datei:RassloffPressefoto(2hell).jpg|450px|right]]&#039;&#039;&#039;Historiker | Publizist | Kurator&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontakt: steffen.rassloff@t-online.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Steffen Raßloff (Jg. 1968) arbeitet als Historiker, Publizist und Kurator in Erfurt. Seine Spezialgebiete sind die thüringisch-mitteldeutsche Landesgeschichte und die deutsche Geschichte des 19./20. Jahrhunderts. Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Erlangen promovierte er 2001 an der &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039; (Dissertation: „Flucht in die nationale Volksgemeinschaft. Das Erfurter Bürgertum zwischen Kaiserreich und NS-Diktatur“) und wirkte bis 2006 am Lehrstuhl für Neuere und Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raßloff ist Autor von Standardwerken, wie &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Mitteldeutschlands|Mitteldeutsche Geschichte]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens Beck Wissen|Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt Rassloff|Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, und Mitautor der Enzyklopädie &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Er wurde berufen in die &#039;&#039;&#039;[[Historische Kommission für Thüringen]]&#039;&#039;&#039;, den Stiftungsrat der &#039;&#039;&#039;[[Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat]]&#039;&#039;&#039;, den Gesellschaftsrat der &#039;&#039;&#039;[[Universitätsgesellschaft Erfurt]]&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;[[Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Er ist Stellv. Vorsitzender des &#039;&#039;&#039;[[ErfurterGeschichtsverein|Erfurter Geschichtsvereins]]&#039;&#039;&#039; und Redakteur der Zeitschrift &#039;&#039;&#039;[[Publikationen des Erfurter Geschichtsvereins|Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, Vorsitzender des &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt|Fördervereins Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, Mitglied des Kulturausschusses des Erfurter Stadtrats, der Straßennamenkommission und des Ehrenrates des &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039; sowie  &#039;&#039;&#039;[[Botschafter für Erfurt|Erfurt-Botschafter]]&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raßloff wirkt als Referent, &#039;&#039;&#039;[[Ausstellungen Raßloff|Ausstellungskurator]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Medienberatung Rassloff|Medienexperte]]&#039;&#039;&#039; und VHS-Dozent zu historischen Themen. Er schreibt für Zeitungen und Zeitschriften, wie &#039;&#039;&#039;[[Thueringer_Allgemeine_Geschichte|Thüringer Allgemeine]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Stiftung Mitteldeutscher Kulturrat|Kultur Report]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Fanrat_RWE|1966er]]&#039;&#039;&#039;, und ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift für Thüringische Geschichte. (Foto: Daniel Beck)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikationen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Flucht in die nationale Volksgemeinschaft|Flucht in die nationale Volksgemeinschaft. Das Erfurter Bürgertum zwischen Kaiserreich und NS-Diktatur]]&#039;&#039;&#039;. Köln/Weimar/Wien 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Fritz Sauckel|Fritz Sauckel. Hitlers &amp;quot;Muster-Gauleiter&amp;quot; und &amp;quot;Sklavenhalter&amp;quot;]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007 (4. Auflage 2012). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Willy Brandt ans Fenster|&amp;quot;Willy Brandt ans Fenster!&amp;quot; Das Erfurter Gipfeltreffen 1970 und die Geschichte des &amp;quot;Erfurter Hofes&amp;quot;]]&#039;&#039;&#039;. Jena 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt Weimarer Republik Rassloff|Bürgerkrieg und Goldene Zwanziger. Erfurt in der Weimarer Republik]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Friedliche Revolution und Landesgründung in Thüringen 1989/90]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2009 (7. Auflage 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens Beck Wissen|Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;. München 2010 (3. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt Erfurt|Blumenstadt Erfurt. Waid - Gartenbau - iga/egapark]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2011.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt Rassloff|Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Tübingen 2012 (7. Auflage 2025).   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[100 Denkmale in Erfurt|100 Denkmale in Erfurt. Geschichte und Geschichten]]&#039;&#039;&#039;. Essen 2013. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Mustergau Thueringen Nationalsozialismus|Der &amp;quot;Mustergau&amp;quot;. Thüringen zur Zeit des Nationalsozialismus]]&#039;&#039;&#039;. München 2015.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Mitteldeutschlands|Mitteldeutsche Geschichte. Sachsen - Sachsen-Anhalt - Thüringen.]]&#039;&#039;&#039; Leipzig 2016 (2. Auflage 2019).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Thueringen 55 Highlights aus der Geschichte|Thüringen. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2018 (3. Auflage 2022).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Weimar]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2018. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Sachsen 55 Highlights aus der Geschichte|Sachsen. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Sachsen-Anhalt 55 Highlights aus der Geschichte|Sachsen-Anhalt. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Dresden 55 Highlights aus der Geschichte|Dresden. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Weimar 55 Meilensteine der Geschichte|Weimar. 55 Meilensteine der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2022. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Leipzig 55 Meilensteine der Geschichte|Leipzig. 55 Meilensteine der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Tübingen 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Thueringer Persoenlichkeiten|Thüringer Persönlichkeiten. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart]]&#039;&#039;&#039;. Tübingen 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Festschrift 2024|Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;. Stadt - Haus - Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt Die schoensten Seiten Bildband|Erfurt. Die schönsten Seiten]]&#039;&#039;&#039;. Leipzig 2024. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Sportstadt Erfurt|Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Die deutsche Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. München 2026. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rhino Westentaschen-Bibliothek&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kleine Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2016 (3. Auflage 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kleine Geschichte der Stadt Gotha]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Thüringer Landgrafen|Die Thüringer Landgrafen. Geschichte und Sagenwelt]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2017. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kleine Geschichte Thueringens|Kleine Geschichte Thüringens]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2017 (4. Auflage 2026).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kleine Geschichte Sachsens]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2018 (3. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kleine Geschichte der Hanse]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2019 (2. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kleine Geschichte der Stadt Dresden]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2019.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kleine Geschichte der Stadt Leipzig]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2020 (2. Auflage 2026).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Barbarossa Kaiser und Sagengestalt|Barbarossa. Kaiser und Sagengestalt]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kleine Geschichte Sachsen-Anhalts]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2022.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Thueringen Gruenes Herz mit grosser Geschichte|Thüringen. Grünes Herz mit großer Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Ilmenau 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kleinere Schriften&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Volkskunde in Thüringen|Volkskunde im 19. und 20. Jahrhundert]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2003.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kurzbiographie_Fritz_Sauckel|Fritz Sauckel. Hitlers Muster-Gauleiter]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichte Thüringens|Thüringen. Ein historischer Überblick]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2004 (3. Auflage 2015). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter Gipfeltreffen|Das Erfurter Gipfeltreffen 1970]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2005  (3. Auflage 2015).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Parteien und Landespolitik 1920-1933]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]]&#039;&#039;&#039;. Jena 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Das Dritte Reich]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007 (3. Auflage 2017).  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Antisemitismus in Thüringen]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2008. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Der Freistaat Thüringen 1990/93]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2010. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Luther in Thüringen|Martin Luther in Thüringen]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2010 (2. Auflage 2014). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt Metropolis Thuringiae|Metropolis Thuringiae. Das spätmittelalterliche Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Luther_Erfurt_Predigten|Reformation konkret. Luther auf Erfurter Kanzeln]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2012 (2. Auflage 2016).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Orte der Reformation Erfurt|Orte der Reformation. Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Leipzig 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Lutherland Thüringen]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2013 (4. Auflage 2016). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Thüringen und Frankreich seit Napoleon]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2013. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Orte der Reformation. Coburg]]&#039;&#039;&#039;. Leipzig 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Schrecklich schön. Kriegserinnerungen aus Munition]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurt_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands|Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Orte der Reformation Gotha|Orte der Reformation. Gotha]]&#039;&#039;&#039;. Leipzig 2015.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Orte der Reformation Weimar|Orte der Reformation. Weimar]]&#039;&#039;&#039;. Leipzig 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Der Mustergau Thüringen im Nationalsozialismus|Der &amp;quot;Mustergau&amp;quot; Thüringen im Nationalsozialismus]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2015. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Orte der Reformation. Zwickau]]&#039;&#039;&#039;. Leipzig 2015.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Orte der Reformation Pleisse Mulde|Orte der Reformation. Zwischen Pleiße und Mulde]]&#039;&#039;&#039;. Leipzig 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Novemberrevolution 1918 und Landesgruendung 1920 Thueringen|Novemberrevolution und Landesgründung 1918/1920]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2016.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Geschichtslandschaft Thueringen Europa|Thüringen in Europa. Impulse einer reichen Geschichtslandschaft]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Freistaat Thueringen 1920 2020|Der Freistaat Thüringen 1920-2020]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Leipzig kleine Stadtgeschichte|Leipzig. Eine kleine Stadtgeschichte]]&#039;&#039;&#039;. Leipzig 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Gartenbaudynastie Benary Rassloff|Die Gartenbaudynastie Benary. Unternehmergeist und Bürgersinn in der Blumenstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2022. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Thueringen Schluesselmomente|Vom Königreich zum Freistaat. Schlüsselmomente der Thüringer Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2022 (2. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter Unionsparlament 1850 LZT|Das Erfurter Unionsparlament 1850]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Handwerkskammer Erfurt Gildehaus|Zwischen Tradition und Moderne. 125 Jahre Handwerkskammer Erfurt. 100 Jahre Gildehaus]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2025.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Erfurter Unionsparlament 1850 Stadtmuseum 2025 Publikation|Das vergessene Parlament. 175 Jahre Erfurter Unionsparlament 1850]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2025. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Kleine Geschichte der kommunalen Selbstverwaltung in Leipzig]]&#039;&#039;&#039;. Leipzig 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Aufsätze/Beiträge/Presse, Ausstellungen, Medienprojekte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Aufsätze Rassloff|Aufsätze]]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Zeitschriften- und Sammelbandbeitraege Rassloff|Zeitschriften-, Katalog- und Lexikonbeiträge]]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Presseecho Steffen Rassloff|Auswahl an Pressebeiträgen zu Veröffentlichungen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Serien zur Erfurter Stadt- und Kulturgeschichte|Presseserien]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Ausstellungen Raßloff|Ausstellungen]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Medienberatung Rassloff|Medienprojekte]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Sportstadt_Erfurt&amp;diff=62325</id>
		<title>Sportstadt Erfurt</title>
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		<updated>2026-05-04T11:59:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (RWE) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.radio-frei.de/index.php?iid=5.2&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=10741 Eine Badehose, eine Schatulle und die Geschichte des Erfurter Sports]&#039;&#039;&#039; (Radio F.R.E.I.) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/sport-erfurt-und-soemmerda/article411865145/hochrad-badehose-ampulle-ausstellung-sportstadt-erfurt-feierlich-eroeffnet.html Hochrad, Badehose, Ampulle: Ausstellung „Sportstadt Erfurt“ feierlich eröffnet]&#039;&#039;&#039; (Thüringer Allgemeine)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Sportstadt Erfurt</title>
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		<updated>2026-05-04T11:59:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung]&#039;&#039;&#039; (RWE)  &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (RWE) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.radio-frei.de/index.php?iid=5.2&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=10741 Eine Badehose, eine Schatulle und die Geschichte des Erfurter Sports]&#039;&#039;&#039; (Radio F.R.E.I.) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/sport-erfurt-und-soemmerda/article411865145/hochrad-badehose-ampulle-ausstellung-sportstadt-erfurt-feierlich-eroeffnet.html Hochrad, Badehose, Ampulle: Ausstellung „Sportstadt Erfurt“ feierlich eröffnet]&#039;&#039;&#039; (Thüringer Allgemeine)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-05-04T11:58:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung]&#039;&#039;&#039; (RWE)  &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (RWE) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.radio-frei.de/index.php?iid=5.2&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=10741 Geschichte des Erfurter Sports]&#039;&#039;&#039; (Radio F.R.E.I.) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/sport-erfurt-und-soemmerda/article411865145/hochrad-badehose-ampulle-ausstellung-sportstadt-erfurt-feierlich-eroeffnet.html Hochrad, Badehose, Ampulle: Ausstellung „Sportstadt Erfurt“ feierlich eröffnet]&#039;&#039;&#039; (Thüringer Allgemeine)&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
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Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Sportstadt Erfurt</title>
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		<updated>2026-05-04T11:37:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung]&#039;&#039;&#039; (RWE)  &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (RWE) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.radio-frei.de/index.php?iid=5.2&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=10741 Geschichte des Erfurter Sports]&#039;&#039;&#039; (Radio F.R.E.I.) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/sport-erfurt-und-soemmerda/article411865145/hochrad-badehose-ampulle-ausstellung-sportstadt-erfurt-feierlich-eroeffnet.html Ausstellung „Sportstadt Erfurt“ feierlich eröffnet]&#039;&#039;&#039; (Thüringer Allgemeine)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Sportstadt Erfurt</title>
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		<updated>2026-05-04T11:36:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung]&#039;&#039;&#039; (RWE)  &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (RWE) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.radio-frei.de/index.php?iid=5.2&amp;amp;ksubmit_show=Artikel&amp;amp;kartikel_id=10741 Eine Badehose, eine Schatulle und die Geschichte des Erfurter Sports]&#039;&#039;&#039; (Radio F.R.E.I.) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/sport-erfurt-und-soemmerda/article411865145/hochrad-badehose-ampulle-ausstellung-sportstadt-erfurt-feierlich-eroeffnet.html Hochrad, Badehose, Ampulle: Ausstellung „Sportstadt Erfurt“ feierlich eröffnet]&#039;&#039;&#039; (Thüringer Allgemeine vom 30.04.2026)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Erfurter Suedseesammlung</title>
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		<updated>2026-05-04T08:07:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der gebürtige Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Die vielen Alltagsgegenstände zeugen vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache Knappe rasch erlernte. Schon Zeitgenossen betonten, trotz der unglücklichen Verstrickung in einen Kolonialkonflikt auf Samoa 1889, seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht. Zudem war Knappe zu Beginn der Kolonialzeit aktiv und verfügte für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine eindrucksvolle Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig, wie der Kuratorin für Ozeanien Dr. Marion Melk-Koch, fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Erfurter Suedseesammlung</title>
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		<updated>2026-05-04T08:00:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der gebürtige Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Die vielen Alltagsgegenstände zeugen vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache Knappe rasch erlernte. Schon Zeitgenossen betonten, trotz der unglücklichen Verstrickung in einen Kolonialkonflikt auf Samoa 1889, seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht. Zudem war Knappe zu Beginn der Kolonialzeit aktiv und verfügte für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine eindrucksvolle Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der gebürtige Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Die vielen Alltagsgegenstände zeugen vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache Knappe rasch erlernte. Schon Zeitgenossen betonten, trotz der unglücklichen Verstrickung in einen Kolonialkonflikt auf Samoa 1889, seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht. Zudem war Knappe zu Beginn der Kolonialzeit aktiv und verfügte für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der gebürtige Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Die vielen Alltagsgegenstände zeugen vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache Knappe rasch erlernte. Schon Zeitgenossen betonten seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht. Zudem war Knappe zu Beginn der Kolonialzeit aktiv und verfügte für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der gebürtige Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Die vielen Alltagsgegenstände zeugen vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache Knappe rasch erlernte. Schon Zeitgenossen betonten seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht. Zudem war er zu Beginn der Kolonialzeit aktiv und verfügte für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der gebürtige Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Die vielen Alltagsgegenstände zeugen vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache Knappe rasch erlernte. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht. Zudem war er zu Beginn der Kolonialzeit aktiv und verfügte für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten. Zwar war Knappe auf Samoa 1889 in einen Kolonialkonflikt verwickelt, aber schon Zeitgenossen betonten seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Erfurter Suedseesammlung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der gebürtige Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Die vielen Alltagsgegenstände zeugen vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache Knappe rasch erlernte. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht. Zudem war Knappe zu Beginn der Kolonialzeit aktiv und verfügte für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten. Zwar war Knappe auf Samoa 1889 in einen Kolonialkonflikt verwickelt, aber schon Zeitgenossen betonten seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der gebürtige Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Die vielen Alltagsgegenstände zeugen vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache Knappe rasch erlernte. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht, dafür aber Belege für den regulären Ankauf. Zudem war Knappe zu Beginn der Kolonialzeit aktiv und verfügte für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten. Zwar war Knappe auf Samoa 1889 in einen Kolonialkonflikt verwickelt, aber schon Zeitgenossen betonten seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der gebürtige Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Die vielen Alltagsgegenstände zeugen vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache Knappe rasch erlernte. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht, dafür aber Belege für den regulären Ankauf. Zudem war Knappe zu Beginn der Kolonialzeit aktiv und verfügte für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten. Zwar war Knappe auf Samoa 1889 in einen unglücklichen Kolonialkonflikt verwickelt, aber schon Zeitgenossen betonten seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-05-04T07:09:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Die vielen Alltagsgegenstände zeugen vom Interesse des Diplomaten für die Einheimischen, deren Sprache er rasch erlernte. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht, dafür aber Belege für den regulären Ankauf. Zudem war Knappe zu Beginn der Kolonialzeit aktiv. So verfügte er für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten. Zwar war Knappe auf Samoa 1889 in einen unglücklichen Kolonialkonflikt verwickelt, aber schon Zeitgenossen betonten seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Erfurter Suedseesammlung</title>
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		<updated>2026-05-04T07:07:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Der Diplomat sammelte keine Trophäen, vielmehr zeugen die vielen Alltagsgegenstände vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache er rasch erlernte. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht, dafür aber Belege für den regulären Ankauf vieler Gegenstände. Zudem war Knappe zu Beginn der Kolonialzeit aktiv. So verfügte er für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten. Zwar war Knappe auf Samoa 1889 in einen unglücklichen Kolonialkonflikt verwickelt, aber schon Zeitgenossen betonten seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-05-04T07:05:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt Thüringens. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Der Diplomat sammelte keine Trophäen, vielmehr zeugen die vielen Alltagsgegenstände vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache er rasch erlernte. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht, dafür aber Belege für den regulären Ankauf vieler Gegenstände der Sammlung. Zudem war Knappe zu Beginn der Kolonialzeit aktiv. So verfügte er für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten, was &amp;quot;Raubzüge&amp;quot; sehr unwahrscheinlich macht. Zwar war Knappe auf Samoa 1889 in einen unglücklichen Kolonialkonflikt verwickelt, aber schon Zeitgenossen betonten seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-05-04T07:05:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurter Südseesammlung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurter Südseesammlung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Suedseesammlung.jpg|430px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Erfurter Südseesammlung ist der bedeutendste Bestand des kolonialen Erbes der Landeshauptstadt. Sie wurde 1889 von Konsul Wilhelm Knappe angekauft.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 600 Objekte der Erfurter Südseesammlung gehören zu den außergewöhnlichen Beständen der Erfurter Museen. Vieles ist von großem Wert, da die teils vom Sammler in einem Katalog in ihrem Kontext beschriebenen Gegenstände wichtige Rückschlüsse auf die Menschen der Südsee unmittelbar vor der kulturellen Überformung durch die Kolonialmächte ermöglichen. So gibt es vermutlich kein weiteres &amp;quot;Walap&amp;quot;- Auslegersegelboot von den Marshallinseln – eine ethnologische Rarität von Weltrang (Foto: Museum für Thüringer Volkskunde Erfurt, Dirk Urban). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 hatte der Erfurter &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039; seine Sammlung an die Stadt verkauft. Er war als Kaiserlicher Kommissar auf den Marshallinseln und Konsul auf Samoa aktiv. Der Diplomat sammelte keine Trophäen, vielmehr zeugen die vielen Alltagsgegenstände vom Interesse für die Einheimischen, deren Sprache er rasch erlernte. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen ist ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird. Hinweise auf unrechtmäßigen Erwerb gibt es nicht, dafür aber Belege für den regulären Ankauf vieler Gegenstände der Sammlung. Zudem war Knappe zu Beginn der Kolonialzeit aktiv. So verfügte er für die 1000 Marshallinseln nur über einen Polizisten, was &amp;quot;Raubzüge&amp;quot; sehr unwahrscheinlich macht. Zwar war Knappe auf Samoa 1889 in einen unglücklichen Kolonialkonflikt verwickelt, aber schon Zeitgenossen betonten seine Sensibilität gegenüber den indigenen Kulturen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der renommierte Südsee-Forscher Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern eine ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Historiker wie Prof. Dr. Horst Gründer warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knappes in der DDR-Zeit in Vergessenheit geratene Sammlung erlebte 2005 mit der Sonderausstellung &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies]]&#039;&#039;&#039; eine Renaissance. Zuvor war sie mit Experten des Grassi-Museums für Völkerkunde Leipzig fachlich aufgearbeitet und restauriert worden. Es erschienen ein Katalog und eine Knappe-Biographie, das überregionale Echo war beachtlich. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher unter konservatorisch besten Bedingungen untergebracht. Im Rahmen der vom Stadtrat 2021 beschlossenen Beschäftigung mit dem &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt|kolonialen Erbe Erfurts]]&#039;&#039;&#039; könnte sie nun wissenschaftlich aufgearbeitet und stärker öffentlich zugänglich gemacht werden (Amtsblatt Nr. 10 vom 04.06.2021).         &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Deutsche Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024), S. 278 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe|Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik]].&#039;&#039;&#039; Jena 2005. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marina Moritz/Kai Uwe Schierz (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Reisen ins Paradies|Reisen ins Paradies. Die Erfurter Südsee-Sammlung im Spiegel der Kunst]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Horst Gründer/Hermann Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die Deutschen und ihre Kolonien. Ein Überblick.&#039;&#039;&#039; Berlin 2022 (3. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Joseph Hiery (Hg.): &#039;&#039;&#039;Die deutsche Südsee 1884–1914. Ein Handbuch.&#039;&#039;&#039; Paderborn 2002 (2. Auflage).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch:  &#039;&#039;&#039;[[Wilhelm Knappe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Geschichte der Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<updated>2026-05-02T12:06:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Georgenburse Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Georgenburse Erfurt =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georgenbursenetz.jpg|350px|right]][[Datei:Georgeburse.Ausstellung.jpg|350px|right]]&#039;&#039;&#039;Die Georgenburse Erfurt gilt als Wohnort Martin Luthers als Student und Magister an der Universität Erfurt 1501-1505.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mittelalterliche Studium spielte sich überwiegend in Kollegien und Bursen ab. Die bis zu 1000 Studenten der &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, mit ihrem Gründungsprivileg von 1379 die älteste im heutigen Deutschland, mussten in solchen klosterähnlichen Studien- und Wohnstätten Quartier nehmen. Die Kollegien waren angesehene Bursen, in denen zahlreiche Lehrende und Lernende gemeinsam lebten. Das &#039;&#039;&#039;[[Collegium maius Erfurt|Collegium maius]]&#039;&#039;&#039; etwa diente als Hauptsitz der Universität und Sitz der Philosophischen Fakultät. Die Bursen waren dagegen kleiner. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bekannteste ist die Georgenburse an der Augustinerstraße. Ein Brief seines Verwandten Dietrich Lindemann von 1526 belegt, dass der spätere Reformator &#039;&#039;&#039;[[Martin Luther]]&#039;&#039;&#039; hier vermutlich zwischen 1501 und 1505 als Bursale (= Bursche, Bursenbewohner) lebte: &amp;quot;Grüßt mir unseren Verwandten M. Luther, der als Baccalaureus mich einst zu Erfurt in der Georgenburse […] einige Tage freundlich aufnahm.&amp;quot; Die Georgenburse wurde 1456 erstmals erwähnt und existierte bis Mitte des 16. Jahrhunderts. Sie bestand aus einem ganzen Gebäudekomplex bis zur Augustinerstraße. Im 20. Jahrhundert ins öffentliche Bewusstsein zurück gekehrt, bekam das erhaltene Gebäude im &#039;&#039;&#039;[[Luther Ehrung Erfurt 1983|Lutherjahr 1983]]&#039;&#039;&#039; nach grundhafter Sanierung und Umfeldgestaltung sein heutiges Aussehen. Es geht in einzelnen Bauteilen bis ins 14. Jahrhundert zurück, entstand nach neueren Bauforschungen in dieser Form aber wohl erst im späten 16. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 öffnete hier nach erneuter Sanierung eine Begegnungs- und Bildungsstätte mit Pilgerherberge, die vom &#039;&#039;&#039;[[Augustinerkloster Erfurt|Augustinerkloster]]&#039;&#039;&#039; mit betreut wurde. Eine Dauerausstellung (Fotos: Dr. Steffen Raßloff) beleuchtete das mittelalterliche Universitätsleben sowie die Bedeutung der Lutherstätte (Gestaltung: Dr. Steffen Raßloff und Ulrich Spannaus). Luthers &amp;quot;Studentenwohnheim&amp;quot; stieß beim &#039;&#039;&#039;[[500._Reformationsjubilaeum_Luther 2017|500. Reformationsjubiläum 2017]]&#039;&#039;&#039; noch einmal auf großes Interesse. Mittlerweile ist das Gebäude allerdings nicht mehr öffentlich zugänglich. Musealen Niederschlag findet Luthers Erfurter Zeit vor allem im &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt|Stadtmuseum]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Augustinerkloster Erfurt|Augustinerkloster]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Georgenburse Geschichte|Georgenburse Erfurt - Studienort der Lutherzeit.]]&#039;&#039;&#039; In: Stadt und Geschichte 47 (2011). S. 28 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt Rassloff|Geschichte der Stadt Erfurt]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2012 (7. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt_55_Highlights_aus_der_Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Gedenktafel Georgenburse]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Iga_/_egapark_Erfurt&amp;diff=62306</id>
		<title>Iga / egapark Erfurt</title>
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		<updated>2026-04-30T14:35:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* iga / egapark */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= iga / egapark =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1961 öffnete die Internationale Gartenbauausstellung iga. 1991 in die Erfurter Garten- und Ausstellungs GmbH (ega, seit 2006 egapark) umgewandelt, fungierte das Flaggschiff der Blumenstadt Erfurt als Herzstück der Bundesgartenschau 2021.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Iga-egaparkHalle1.jpg|450px|right]]Der egapark gehört zu den großen Garten- und Freizeitparks in Deutschland. Das Herzstück der traditionsreichen &#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt Erfurt iga egapark|Blumenstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039; im &#039;&#039;&#039;[[Thueringen_das_Gruene_Herz_Deutschlands|Grünen Herzen Deutschlands]]&#039;&#039;&#039; bietet eindrucksvolle Anlagen, Themengärten und Schauhäuser. Einmalig ist die Gestaltung im Stil der 1960er-Jahre als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Er zählt laut Denkmalausweisung von 1992 zu den &amp;quot;wenigen künstlerisch unumstrittenen und anspruchsvoll gestalteten Gartenanlagen, die nach 1945 auf dem Gebiet der ehemaligen DDR entstanden sind&amp;quot;. Die iga gilt zugleich als eines der Hauptwerke des renommierten Gartenarchitekten &#039;&#039;&#039;[[Reinhold Lingner iga Erfurt|Reinhold Lingner]]&#039;&#039;&#039;. Noch heute ist die Gestaltung der iga von 1961, seinerzeit die bedeutendste Gartenbauausstellung der sozialistischen Staatenwelt, zu erkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ensemble von Ausstellungshallen und großem Blumenbeet (Foto: Alexander Raßloff), von Wasserachse, Details wie dem &#039;&#039;&#039;[[Karl Foerster Garten|Karl Foerster Garten]]&#039;&#039;&#039;, Pavillons, &#039;&#039;&#039;[[Skulpturenpark egapark|Skulpturen]]&#039;&#039;&#039;, Bestuhlung usw. stammen aus der Ursprungszeit. Einzigartig ist die Symbiose aus Park und &#039;&#039;&#039;[[Deutsches_Gartenbaumuseum_Erfurt|Deutschem Gartenbaumuseum]]&#039;&#039;&#039;. Die 1961 integrierten Grünanlagen um die &#039;&#039;&#039;[[Cyriaksburg Erfurt Ausstellung|Zitadelle Cyriaksburg]]&#039;&#039;&#039;, wo bereits 1950 und 1955 beliebte Gartenschauen stattgefunden hatten, bilden einen reizvollen Kontrast zum modernen iga-Gelände. Die Geschichte großer internationaler &#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt Erfurt iga egapark|Gartenschauen]]&#039;&#039;&#039; an wechselnden Standorten in Erfurt reicht darüber hinaus bis hin zur &amp;quot;Ur-Buga&amp;quot; 1865 in &amp;quot;Vogels Garten&amp;quot; zurück. Die am 28. April 1961 eröffnete iga zählte auf Anhieb 3,5 Millionen Besucher und festige den Ruf der Blumenstadt nachhaltig. Am Aufbau waren auch die Erfurter beteiligt, woran das &#039;&#039;&#039;[[Aufbauhelfer iga Erfurt|Aufbauhelfer-Denkmal]]&#039;&#039;&#039; erinnert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der staatlichen iga ging 1991 der kommunale egapark hervor. Nach der Teilung des Geländes 1994 mit MDR-Landesfunkhaus und Messe Erfurt verblieben von den 1961 55 ha und später fast 100 ha noch 36 ha Fläche mit dem historischen Parkbereich um die Cyriaksburg und dem Kern der iga &#039;61. 2011 fiel die Entscheidung für die  &#039;&#039;&#039;[[Bundesgartenschau Erfurt 2021|Bundesgartenschau 2021]]&#039;&#039;&#039; in Erfurt, wobei der egapark als deren Herzstück fungierte. Hierfür wurden neben einer umfassenden Sanierung Projekte wie ein neues Empfangszentrum, der große Kinderspielplatz und das Klimazonenhaus &amp;quot;Danakil&amp;quot; an Stelle der einstigen Zentralgaststätte (&amp;quot;Glashalle&amp;quot;) realisiert. Die Buga zählte trotz Corona-Einschränkungen 1,5 Millionen Besucher. Die &#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt Erfurt iga egapark|Blumenstadt]]&#039;&#039;&#039; konnte damit ihre Stellung als einer der wichtigsten Gartenschau-Standorte Deutschlands festigen, und der egapark erreichte als Thüringens zugkräftigstes Tourismusziel 2022 das Rekordergebnis der Nachwendezeit von 575.000 Besuchern. 2026 begeht der Park sein &#039;&#039;&#039;[https://www.egapark-erfurt.de/pb/egapark/Home/der-egapark/unsere+geschichte 65. Gründungsjubiläum]&#039;&#039;&#039; mit einem umfangreichen Programm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martin Baumann/Steffen Raßloff (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt Erfurt|Blumenstadt Erfurt. Waid - Gartenbau - iga/egapark]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Die Welt der Blumen. Von der iga &#039;61 zur Buga 2021.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 106 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/Rassloff-Buga-MVGAE-83-2022.pdf Die Bundesgartenschau Erfurt 2021. Ereignis und erinnerungskultureller Ertrag]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 83 (2022), S. 11-16.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[http://www.egapark.de/ egapark]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[http://www.egaparkfreunde.de/ Verein egapark-Freunde]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt_Erfurt_-_iga-Jubiläum|50. Jubiläum 2011]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt|Geschichte Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Blumenstadt Erfurt iga egapark|Blumenstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Parks und Gärten|Geschichte Parks/Gärten]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Aufbauhelfer iga Erfurt|Aufbauhelfer]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Waid|Waidmühlrad]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Mainzgarten egapark|Mainzgarten]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Amtsblatt 6/2026&#039;&#039;&#039; (zum Lesen anklicken):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Egapark-Jubilaeum(Amtsblatt-6-2026).png|800px|left]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Sportstadt_Erfurt&amp;diff=62305</id>
		<title>Sportstadt Erfurt</title>
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		<updated>2026-04-30T14:02:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung]&#039;&#039;&#039; (RWE)  &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (RWE) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/sport-erfurt-und-soemmerda/article411865145/hochrad-badehose-ampulle-ausstellung-sportstadt-erfurt-feierlich-eroeffnet.html Hochrad, Badehose, Ampulle: Ausstellung „Sportstadt Erfurt“ feierlich eröffnet]&#039;&#039;&#039; (Thüringer Allgemeine vom 30.04.2026)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Sportstadt_Erfurt&amp;diff=62304</id>
		<title>Sportstadt Erfurt</title>
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		<updated>2026-04-30T14:00:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung]&#039;&#039;&#039; (FC RWE)  &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (FC RWE) &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/sport-erfurt-und-soemmerda/article411865145/hochrad-badehose-ampulle-ausstellung-sportstadt-erfurt-feierlich-eroeffnet.html Hochrad, Badehose, Ampulle: Ausstellung „Sportstadt Erfurt“ feierlich eröffnet]&#039;&#039;&#039; (Thüringer Allgemeine vom 30.04.2026)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung]&#039;&#039;&#039; (FC RWE)  &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (FC RWE) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(Das Buch ist für 19,00 Euro im Stadtmuseum und im Buchhandel erhältlich.)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung]&#039;&#039;&#039; (FC RWE)  &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (FC RWE) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-04-30T12:38:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung]&#039;&#039;&#039; (FC RWE)  &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung im Kaisersaal]&#039;&#039;&#039; (FC RWE) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<updated>2026-04-30T12:14:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung beim FC RWE]&#039;&#039;&#039;  &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung beim FC RWE]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<updated>2026-04-30T12:13:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung beim FC RWE]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung beim FC RWE]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-04-30T11:45:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
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&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.sport-in-erfurt.de/sonderausstellung-sportstadt Ankündigung bei &#039;Sport in Erfurt&#039;]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung bei RWE]&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung bei RWE]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
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Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
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Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-04-30T11:44:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Sportstadt Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Sportstadt Erfurt = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; zeigt bis Mai 2027 die Sonderausstellung &amp;quot;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&amp;quot;, die große Erfolge und eine eindrucksvolle Breite mit vielen Highlights veranschaulicht.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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[[Datei:Sportstadt(BegleitbuchCover)-26.png|380px|rechts]]Das Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“ widmet sich 2026 in der Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ einem wichtigen Kulturphänomen, das bisher eher wenig Beachtung fand. Den Impuls hierfür setzte das 60. Gründungsjubiläum des FC Rot-Weiß Erfurt, wobei aber der Sport in seiner ganzen Vielfalt betrachtet wird. Die Freude an Bewegung und Wettkampf ist eine der antiken Wurzeln der europäischen Kultur. In den modernen Industriegesellschaften wurde er zum Massenphänomen, Lebensreformer und Identitätsstifter. Sport sorgt für große Emotionen. In Großstädten wie Erfurt zieht er immer wieder tausende in seinen Bann. Dies lässt sich von den frühen Schützen und Turnern über das Leistungszentrum der Sport-Weltmacht DDR bis zu den jüngsten Erfolgen nachvollziehen. Die Sportstadt Erfurt brachte zahlreiche Spitzenathleten samt 29 Olympia-Medaillengewinnern hervor. Städtebaulich schlägt sich dies in einigen markanten Sportstätten nieder. Aber auch in Erfurt wurde der Sport politisch instrumentalisiert und seine Erfolge zum Teil mit illegalen Dopingpraktiken erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Disziplin ragt durch ihre Popularität mit einst bis zu 50.000 Zuschauern im heutigen Steigerwaldstadion heraus: „König Fußball“. Die Geschichte des FC Rot-Weiß mit Jahrhundertspieler Jürgen Heun reicht zurück bis zum Sport-Club Erfurt 1895 und der Turbine-Elf um Kapitän Helmut Nordhaus, die als DDR-Meister 1954 und 1955 große Triumphe feierte. Die Leichtathletik ist seit dem 19. Jahrhundert in Erfurt heimisch. In der DDR-Zeit bildete sie eines der Aushängeschilder des SC Turbine Erfurt mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern. Bei Olympia 1976 gewannen Sigrun Siegl im Fünfkampf und Johanna Schaller im 100-m-Hürdenlauf, 1980 Volker Beck im Hürdenlauf und Hartwig Gauder im Gehen. 2000 konnte Nils Schumann als Olympiasieger über 800 m an diese Erfolge anknüpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Schwimmen gehört zu den Traditionssportarten. Erste Bäder gehen ins 19. Jahrhundert zurück, der erste Verein gründete sich 1905. Jutta Langenau holte 1954 als Europameisterin über 100 m Schmetterling den ersten internationalen Titel für die DDR. Fortan riss die Kette erfolgreicher Schwimmer des SC Turbine um die Olympiasieger Roland Matthes, Birte Weigang und Cornelia Sirch nicht mehr ab. Der Radsport übertraf als eine der populärsten Disziplinen lange sogar den Fußball, etwa mit den Steherrennen im Andreasried. Erfurt hat hierbei mit mitgliederstarken Vereinen seit den 1880er-Jahren Pionierarbeit geleistet. Große Namen sind Bahnrad-Weltmeister Detlef Macha, die Olympiasieger auf der Straße 1988 Mario Kummer und Maik Landsmann sowie nach 1990 die Bahnrad-Olympiasieger Rene Wolff, Daniel Becke und Kristina Vogel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist sogar eine Wintersport-Hochburg. Aus dem seit Jahrhunderten betriebenen Eislaufen entstand eine moderne Sportart. Die Eisschnellläuferinnen des ESC Erfurt um die Olympiasiegerinnen Gunda Niemann-Stirnemann, Sabine Völker, Daniela Anschütz-Thoms und Stephanie Beckert erlebten von den 1990er- bis 2010er-Jahren ein „Goldenes Zeitalter“. Talente wie Jugend-Olympiasieger Finn Sonnekalb machen Hoffnung für die Zukunft. Die Sportstadt Erfurt wird freilich nicht nur durch die oft im Fokus stehenden Disziplinen geprägt. In vielen anderen Mannschafts- und Individualsportarten hat Erfurt echte Sportlegenden, hat Olympiasieger, Welt- und Europameister hervorgebracht. Neben der Leistungsspitze wird die Sportstadt aber auch durch eine eindrucksvolle Breite in ca. 280 Vereinen mit 39.000 Mitgliedern sowie ein vielfältiges Freizeit- und Inklusionsangebot geprägt. Diese wichtige gesellschaftliche Rolle füllt der Sport durch ein breites ehrenamtliches Engagement aus. Er ist im besten Sinne identitätsstiftend, integrierend und damit unverzichtbar.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Hardy Eidam / Michael Kummer / [[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Hg.): &#039;&#039;&#039;Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt&#039;&#039;&#039; (Begleitbuch zur Sonderausstellung im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;). Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt; [https://www.sport-in-erfurt.de/sonderausstellung-sportstadt Ankündigung &#039;Sport in Erfurt&#039;]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Rot-Weiss-im-Herzen-der-Stadt-RWE-Jubilaeum-wird-Teil-grosser-Sportausstellung.html Ankündigung bei RWE]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[https://www.rwe1966.de/Aktuelles/Aktuelle-News/Gelungener-Auftakt-fuer-Liebe-Leistung-Leidenschaft-Sportstadt-Erfurt.html Bericht zur Eröffnung bei RWE]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Lesetipps:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Walter Kehr: Sport in Erfurt von Stadtklasse bis Olympiasieg&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Steffen Raßloff: [[Sportstadt Erfurt Rassloff Highlights Geschichte|Von Olympiasiegern und Weltmeistern. Die Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: &#039;&#039;&#039;Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 104 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[FC_Rot_Weiss_Erfurt|FC Rot-Weiß Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Stadion|Steigerwaldstadion]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Radrennbahn Andreasried]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sprungschanze Rhoda]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Baeder und Badeanstalten|Schwimmbäder]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Hütte|Erfurter Hütte Alpenverein]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Wilhelm Knappe</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Wilhelm Knappe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Wilhelm Knappe =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KnappeRassloff.jpg|310px|right]]&#039;&#039;&#039;Der Konsul und Kolonialbeamte Wilhelm Knappe gehört zu den frühen Vertretern deutscher Weltpolitik. 1889 hat er seine bedeutende Südseesammlung seiner Heimatstadt Erfurt verkauft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Biographie des einst in Erfurt sehr bekannten &amp;quot;Konsuls Knappe&amp;quot; schildert die Lebensstationen als erster Kaiserlicher Kommissar der Marshall-Inseln 1886/87, Konsul auf Samoa 1888/89, Nationalbankdirektor von Südafrika 1891-1894, Konsul in Kanton 1894/97 und Generalkonsul in Shanghai 1898-1905. Auch Kindheit und Jugend in Erfurt sowie das Schicksal der Erfurter Südsee-Sammlung werden vorgestellt. Ein Anhang lässt Knappe selbst zu Wort kommen. Schlaglichtartig werden dabei zentrale Kapitel deutscher Weltpolitik und des Imperialismus angesprochen: von der Kolonialkonkurrenz in der Südsee über den Burenkrieg bis zum Boxeraufstand in China. Diese Ereignisse spiegeln sich auch in Zeitzeugnissen aus Knappes Heimatstadt Erfurt wider. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Südsee-Sammlung hat der Jurist und Kolonialbeamte von 1886 bis 1889 zusammengetragen. Sie umfasst zahlreiche Gebrauchs- und Kultgegenstände, Schmuck, Waffen, Modelle von Schiffen und Häusern, Tierpräparate, aber auch Human Remains. Beeindruckendstes Exponat ist ein sechs Meter langes Auslegersegelboot. 1890 verkaufte sie Knappe an die Stadt Erfurt. Von 1890 bis in die DDR-Zeit war die Sammlung im heutigen Volkskundemuseum zu sehen. 2005 wurde sie in der vielbeachteten Ausstellung &amp;quot;Sehnsucht nach dem Paradies&amp;quot; in der Kunsthalle präsentiert. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forschung zollt Knappe Respekt für sein ethnologisches Interesse und seine persönliche Haltung. Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Knappe nahm dabei an Expeditionen teil, wie der Befahrung des unerforschten Sepik-Flusses in Neuguinea 1886. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen seiner Sammlung ist heute ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erwerb der Südsee-Sammlung scheint auf rechtmäßigem Wege erfolgt zu sein. Dafür sprechen allein schon die äußeren Rahmenbedingungen. Knappe verfügte auf den Marshall-Inseln nur über einen Polizisten. Alle paar Monate kam ein Kriegsschiff auf Stippvisite. Das Dutzend Deutsche, das auf dem Atoll eng mit den rund 1000 Einheimischen zusammenlebte, war auf friedliches Miteinander angewiesen. Knappe legte so zwangsläufig, aber auch aus eigenem Selbstverständnis heraus, Wert auf gute Zusammenarbeit und erlernte rasch die einheimische Sprache. Trotz der Verstrickung in einen unglücklichen Kolonialkonflikt auf Samoa 1889 wurde ihm auch auf anderen Schauplätzen deutscher Weltpolitik schon von den Zeitgenossen große Sensibilität für die indigenen Kulturen bescheinigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es Belege für den regulären Ankauf vieler Gegenstände der Sammlung. Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern gerade für die Südsee eine faktenbasierte und ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Vertreter der Geschichtswissenschaft, wie Prof. Dr. Horst Gründer, warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; Jena 2005. (&#039;&#039;&#039;[[Publikationen des Erfurter Geschichtsvereins|Publikation des Erfurter Geschichtsvereins]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Buch ist für 10 EUR im Stadtmuseum Erfurt (Johannesstraße 169) sowie per E-Mail-Bestellung erhältlich: erfurter-geschichtsverein@gmx.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterer Lesetipp:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Suedseesammlung|Südseesammlung]]&#039;&#039;&#039;,  &#039;&#039;&#039;[[Burenhaus Erfurt|Burenhaus]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Knappe Tongji Universität Shanghai|Tongji Universität]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Museen in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt|Geschichte Erfurts]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Wilhelm Knappe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Wilhelm Knappe =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KnappeRassloff.jpg|310px|right]]&#039;&#039;&#039;Der Konsul und Kolonialbeamte Wilhelm Knappe gehört zu den frühen Vertretern deutscher Weltpolitik. 1889 hat er seine bedeutende Südseesammlung seiner Heimatstadt Erfurt verkauft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Biographie des einst in Erfurt sehr bekannten &amp;quot;Konsuls Knappe&amp;quot; schildert die Lebensstationen als erster Kaiserlicher Kommissar der Marshall-Inseln 1886/87, Konsul auf Samoa 1888/89, Nationalbankdirektor von Südafrika 1891-1894, Konsul in Kanton 1894/97 und Generalkonsul in Shanghai 1898-1905. Auch Kindheit und Jugend in Erfurt sowie das Schicksal der Erfurter Südsee-Sammlung werden vorgestellt. Ein Anhang lässt Knappe selbst zu Wort kommen. Schlaglichtartig werden dabei zentrale Kapitel deutscher Weltpolitik und des Imperialismus angesprochen: von der Kolonialkonkurrenz in der Südsee über den Burenkrieg bis zum Boxeraufstand in China. Diese Ereignisse spiegeln sich auch in Zeitzeugnissen aus Knappes Heimatstadt Erfurt wider. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Südsee-Sammlung hat der Jurist und Kolonialbeamte von 1886 bis 1889 zusammengetragen. Sie umfasst zahlreiche Gebrauchs- und Kultgegenstände, Schmuck, Waffen, Modelle von Schiffen und Häusern, Tierpräparate, aber auch Human Remains. Beeindruckendstes Exponat ist ein sechs Meter langes Auslegersegelboot. Knappe hatte die Sammlung 1889 an die Stadt Erfurt verkauft. Von 1890 bis in die DDR-Zeit war sie im heutigen Volkskundemuseum zu sehen.  2005 wurde sie in der vielbeachteten Ausstellung &amp;quot;Sehnsucht nach dem Paradies&amp;quot; in der Kunsthalle präsentiert. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forschung zollt Knappe Respekt für sein ethnologisches Interesse und seine persönliche Haltung. Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Knappe nahm dabei an Expeditionen teil, wie der Befahrung des unerforschten Sepik-Flusses in Neuguinea 1886. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen seiner 1889 an die Stadt Erfurt veräußerten Sammlung ist heute ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erwerb der Südsee-Sammlung scheint auf rechtmäßigem Wege erfolgt zu sein. Dafür sprechen allein schon die äußeren Rahmenbedingungen. Knappe verfügte auf den Marshall-Inseln nur über einen Polizisten. Alle paar Monate kam ein Kriegsschiff auf Stippvisite. Das Dutzend Deutsche, das auf dem Atoll eng mit den rund 1000 Einheimischen zusammenlebte, war auf friedliches Miteinander angewiesen. Knappe legte so zwangsläufig, aber auch aus eigenem Selbstverständnis heraus, Wert auf gute Zusammenarbeit und erlernte rasch die einheimische Sprache. Trotz der Verstrickung in einen unglücklichen Kolonialkonflikt auf Samoa 1889 wurde ihm auch auf anderen Schauplätzen deutscher Weltpolitik schon von den Zeitgenossen große Sensibilität für die indigenen Kulturen bescheinigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es Belege für den regulären Ankauf vieler Gegenstände der Sammlung. Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern gerade für die Südsee eine faktenbasierte und ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Vertreter der Geschichtswissenschaft, wie Prof. Dr. Horst Gründer, warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; Jena 2005. (&#039;&#039;&#039;[[Publikationen des Erfurter Geschichtsvereins|Publikation des Erfurter Geschichtsvereins]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Buch ist für 10 EUR im Stadtmuseum Erfurt (Johannesstraße 169) sowie per E-Mail-Bestellung erhältlich: erfurter-geschichtsverein@gmx.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterer Lesetipp:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Suedseesammlung|Südseesammlung]]&#039;&#039;&#039;,  &#039;&#039;&#039;[[Burenhaus Erfurt|Burenhaus]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Knappe Tongji Universität Shanghai|Tongji Universität]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Museen in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt|Geschichte Erfurts]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Wilhelm Knappe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Wilhelm Knappe =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KnappeRassloff.jpg|310px|right]]&#039;&#039;&#039;Der Konsul und Kolonialbeamte Wilhelm Knappe gehört zu den frühen Vertretern deutscher Weltpolitik. 1889 hat er seine bedeutende Südseesammlung seiner Heimatstadt Erfurt verkauft.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Biographie des einst in Erfurt sehr bekannten &amp;quot;Konsuls Knappe&amp;quot; schildert die Lebensstationen als erster Kaiserlicher Kommissar der Marshall-Inseln 1886/87, Konsul auf Samoa 1888/89, Nationalbankdirektor von Südafrika 1891-1894, Konsul in Kanton 1894/97 und Generalkonsul in Shanghai 1898-1905. Auch Kindheit und Jugend in Erfurt sowie das Schicksal der Erfurter Südsee-Sammlung werden vorgestellt. Ein Anhang lässt Knappe selbst zu Wort kommen. Schlaglichtartig werden dabei zentrale Kapitel deutscher Weltpolitik und des Imperialismus angesprochen: von der Kolonialkonkurrenz in der Südsee über den Burenkrieg bis zum Boxeraufstand in China. Diese Ereignisse spiegeln sich auch in Zeitzeugnissen aus Knappes Heimatstadt Erfurt wider. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Südsee-Sammlung hat der Jurist und Kolonialbeamte von 1886 bis 1889 zusammengetragen. Sie umfasst zahlreiche Gebrauchs- und Kultgegenstände, Schmuck, Waffen, Modelle von Schiffen und Häusern, Tierpräparate u.ä., aber auch Human Remains. Beeindruckendstes Exponat ist ein sechs Meter langes Auslegersegelboot. Knappe hatte die Sammlung 1889 an die Stadt Erfurt verkauft. Von 1890 bis in die DDR-Zeit war sie im heutigen Volkskundemuseum zu sehen.  2005 wurde sie in der vielbeachteten Ausstellung &amp;quot;Sehnsucht nach dem Paradies&amp;quot; in der Kunsthalle präsentiert. Seit 2001 ist die Sammlung im Schaudepot Benaryspeicher untergebracht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Forschung zollt Knappe Respekt für sein ethnologisches Interesse und seine persönliche Haltung. Prof. Dr. Hermann Joseph Hiery schätzt ein: &amp;quot;Der Südsee-erfahrene deutsche Vizekonsul von Apia war einer der ersten, der die melanesische Bevölkerung relativ vorurteilsfrei und genau studierte.&amp;quot; Knappe nahm dabei an Expeditionen teil, wie der Befahrung des unerforschten Sepik-Flusses in Neuguinea 1886. Der Katalog zu den einst rund 900 Gegenständen seiner 1889 an die Stadt Erfurt veräußerten Sammlung ist heute ein wertvoller Quellenbestand, der auch zur Wiederbelebung ursprünglicher Kulturtechniken genutzt wird.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erwerb der Südsee-Sammlung scheint auf rechtmäßigem Wege erfolgt zu sein. Dafür sprechen allein schon die äußeren Rahmenbedingungen. Knappe verfügte auf den Marshall-Inseln nur über einen Polizisten. Alle paar Monate kam ein Kriegsschiff auf Stippvisite. Das Dutzend Deutsche, das auf dem Atoll eng mit den rund 1000 Einheimischen zusammenlebte, war auf friedliches Miteinander angewiesen. Knappe legte so zwangsläufig, aber auch aus eigenem Selbstverständnis heraus, Wert auf gute Zusammenarbeit und erlernte rasch die einheimische Sprache. Trotz der Verstrickung in einen unglücklichen Kolonialkonflikt auf Samoa 1889 wurde ihm auch auf anderen Schauplätzen deutscher Weltpolitik schon von den Zeitgenossen große Sensibilität für die indigenen Kulturen bescheinigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem gibt es Belege für den regulären Ankauf vieler Gegenstände der Sammlung. Grundsätzlich sollte beim Erwerb von Kulturgut im Kolonialkontext statt eines einfachen Täter-Opfer-Schemas eine differenzierte Perspektive gewählt werden. Ethnologen wie Prof. Dr. Brigitta Hauser-Schäublin fordern gerade für die Südsee eine faktenbasierte und ergebnisoffene Forschung, um &amp;quot;komplexe Verhältnisse der Verflechtungen und Interaktionen&amp;quot; sichtbar zu machen. Vertreter der Geschichtswissenschaft, wie Prof. Dr. Horst Gründer, warnen ebenfalls davor, &amp;quot;die Geschichte der Kolonialherrschaft als &#039;&#039;reine&#039;&#039; Ausbeutungsgeschichte&amp;quot; darzustellen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Wilhelm Knappe (1855-1910). Staatsmann und Völkerkundler im Blickpunkt deutscher Weltpolitik.&#039;&#039;&#039; Jena 2005. (&#039;&#039;&#039;[[Publikationen des Erfurter Geschichtsvereins|Publikation des Erfurter Geschichtsvereins]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Buch ist für 10 EUR im Stadtmuseum Erfurt (Johannesstraße 169) sowie per E-Mail-Bestellung erhältlich: erfurter-geschichtsverein@gmx.de&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterer Lesetipp:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/ErfurtKolonialesErbeRassloff.pdf Koloniales Erbe in Erfurt. Ein Plädoyer für differenzierte Aufarbeitung]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 87 (2026), S. 131-145.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[[Erfurter Suedseesammlung|Südseesammlung]]&#039;&#039;&#039;,  &#039;&#039;&#039;[[Burenhaus Erfurt|Burenhaus]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Knappe Tongji Universität Shanghai|Tongji Universität]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Koloniales Erbe in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte Erfurter Museen|Museen in Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt|Geschichte Erfurts]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Erfurt_aelteste_Universitaet_Deutschlands&amp;diff=62293</id>
		<title>Erfurt aelteste Universitaet Deutschlands</title>
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		<updated>2026-04-28T10:32:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Älteste Universität Deutschlands */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Älteste Universität Deutschlands =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Neuere Forschungen sehen Erfurt mit dem Gründungsprivileg von 1379 als älteste Universität Deutschlands vor Heidelberg und Köln.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:StadtmuseumUniPrivileg1379.jpg|520px|right]]Wer hat die älteste Universität im heutigen Deutschland? Heidelberg, so war lange die allgemeine Überzeugung. Der Jenaer Historiker Prof. Dr. Robert Gramsch-Stehfest bot 2012 eine neue  Antwort: Erfurt. Dies hat die Forschung belebt. Die &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039; galt lange Zeit als drittälteste Universität. Ein erstes päpstliches Privileg von 1379 (Foto: Stadtmuseum Erfurt, Dirk Urban) war 1389 wegen des Großen Schismas erneuert worden, worauf 1392 der Lehrbetrieb nach Heidelberg (1386) und Köln (1389) begann. Gramsch-Stehfest belegt jedoch, dass das Privileg von 1379 sehr wohl als &amp;quot;Geburtsurkunde&amp;quot; der Alma mater Erfordensis gelten kann. Er hat dies mit dem Buch &#039;&#039;&#039;[[Gründung_Universität_Erfurt|Erfurt - Die älteste Hochschule Deutschlands]]&#039;&#039;&#039; (2012) wissenschaftlich untermauert. Darüber hinaus verweist Gramsch auf das bis ins 13. Jahrhundert zurück reichende universitätsähnliche Generalstudium, mit dem Erfurt in jedem Falle die älteste Hochschultradition aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Forschungen haben eine intensive Diskussion in Gang gesetzt. Die Erklärung der Heidelberger Universitäts-Sprecherin Marietta Fuhrmann-Koch, &amp;quot;entscheidendes Kriterium für das Alter von Universitäten ist nach Ansicht der meisten Experten, wie lange die Hochschule ihren Lehrbetrieb ohne Unterbrechungen aufrecht erhalten hat&amp;quot; (Thüringer Allgemeine vom 22.11.2012), ist nicht haltbar. Die Ansichten sind zumindest geteilt. Schon für Prag und Wien als den ältesten Universitäten des Reiches gilt dies eindeutig nicht; hier beruft man sich auf die Gründungsprivilegien von 1348 und 1365, obwohl der Lehrbetrieb erst deutlich später begann. Im Falle von Erfurt und Köln gab es erhebliche &amp;quot;Unterbrechungen&amp;quot; 1816/1994 und 1798/1919 - womit allein schon von den fünf ältesten Universitäten im Reich nur Heidelberg dieses vermeintlich &amp;quot;entscheidende Kriterium&amp;quot; erfüllen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Traditionsuniversitäten (Würzburg 1402, Leipzig 1409, Rostock 1419, Greifswald 1456 etc.) berufen sich auf ihr Gründungsprivileg. Im Falle Jenas hat dies sogar dazu geführt, dass man sich nach intensiver Diskussion mit Blick auf das 450. Jubiläum 2008 für das Privileg von 1558 entschieden hat, obwohl die Hohe Schule praktisch schon seit 1548 existierte. Es ist also üblich, bei der Datierung der Universitäten auf deren Gründungsprivileg zurück zu greifen - was damit auch für Erfurt völlig legitim ist. Die Alma Mater Erfordensis, an der Martin Luther sein akademisches Rüstzeug erwarb, sah sich nach ihrer Wiedergründung 1994 sogar zeitweise als älteste und jüngste Universität Deutschlands, wobei mit der TU Nürnberg (2021) unterdessen eine staatliche Neugründung hinzugekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Gramsch: &#039;&#039;&#039;[[Gründung_Universität_Erfurt|Erfurt - Die älteste Hochschule Deutschlands. Vom Generalstudium zur Universität]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt aelteste und juengste Universitaet Deutschlands|Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024). (&#039;&#039;&#039;[https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/Bilddatenbank/Flyer/Broschuere_Die_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands_Erfurt.pdf Download]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Älteste und (fast) jüngste Universität. Die Alma Mater Erfordensis.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 36f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die mittelalterliche Universität.&#039;&#039;&#039; In: Roland Steinacher u.a.: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024). S. 100 f.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Älteste Universität Deutschlands */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Älteste Universität Deutschlands =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Neuere Forschungen sehen Erfurt mit dem Gründungsprivileg von 1379 als älteste Universität Deutschlands vor Heidelberg und Köln.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:StadtmuseumUniPrivileg1379.jpg|520px|right]]Wer hat die älteste Universität im heutigen Deutschland? Heidelberg, so war lange die allgemeine Überzeugung. Der Jenaer Historiker Prof. Dr. Robert Gramsch-Stehfest bot 2012 eine neue  Antwort: Erfurt. Dies hat die Forschung belebt. Die &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039; galt lange Zeit als drittälteste Universität. Ein erstes päpstliches Privileg von 1379 (Foto: Stadtmuseum Erfurt, Dirk Urban) war 1389 wegen des Großen Schismas erneuert worden, worauf 1392 der Lehrbetrieb nach Heidelberg (1386) und Köln (1389) begann. Gramsch-Stehfest belegt jedoch, dass das Privileg von 1379 sehr wohl als &amp;quot;Geburtsurkunde&amp;quot; der Alma mater Erfordensis gelten kann. Er hat dies mit dem Buch &#039;&#039;&#039;[[Gründung_Universität_Erfurt|Erfurt - Die älteste Hochschule Deutschlands]]&#039;&#039;&#039; (2012) wissenschaftlich untermauert. Darüber hinaus verweist Gramsch auf das bis ins 13. Jahrhundert zurück reichende universitätsähnliche Generalstudium, mit dem Erfurt in jedem Falle die älteste Hochschultradition aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Forschungen haben eine intensive Diskussion in Gang gesetzt. Die Erklärung der Heidelberger Universitäts-Sprecherin Marietta Fuhrmann-Koch, &amp;quot;entscheidendes Kriterium für das Alter von Universitäten ist nach Ansicht der meisten Experten, wie lange die Hochschule ihren Lehrbetrieb ohne Unterbrechungen aufrecht erhalten hat&amp;quot; (Thüringer Allgemeine vom 22.11.2012), ist nicht haltbar. Die Ansichten sind zumindest geteilt. Schon für Prag und Wien als den ältesten Universitäten des Reiches gilt dies eindeutig nicht; hier beruft man sich auf die Gründungsprivilegien von 1348 und 1365, obwohl der Lehrbetrieb erst deutlich später begann. Im Falle von Erfurt und Köln gab es erhebliche &amp;quot;Unterbrechungen&amp;quot; 1816/1994 und 1798/1919 - womit allein schon von den fünf ältesten Universitäten im Reich nur Heidelberg dieses vermeintlich &amp;quot;entscheidende Kriterium&amp;quot; erfüllen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Traditionsuniversitäten (Würzburg 1402, Leipzig 1409, Rostock 1419, Greifswald 1456 etc.) berufen sich auf ihr Gründungsprivileg. Im Falle Jenas hat dies sogar dazu geführt, dass man sich nach intensiver Diskussion mit Blick auf das 450. Jubiläum 2008 für das Privileg von 1558 entschieden hat, obwohl die Hohe Schule praktisch schon seit 1548 existierte. Es ist also üblich, bei der Datierung der Universitäten auf deren Gründungsprivileg zurück zu greifen - was damit auch für Erfurt völlig legitim ist. Die Alma Mater Erfordensis, an der Martin Luther sein akademisches Rüstzeug erwarb, sah sich nach ihrer Wiedergründung 1994 sogar zeitweise als älteste und jüngste Universität Deutschlands, wobei mit der TU Nürnberg (2021) unterdessen eine staatliche Neugründung hinzugekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Gramsch: &#039;&#039;&#039;[[Gründung_Universität_Erfurt|Erfurt - Die älteste Hochschule Deutschlands. Vom Generalstudium zur Universität]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt aelteste und juengste Universitaet Deutschlands|Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024). (&#039;&#039;&#039;[https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/Hauptseiten/Universitaet/Broschuere_Die_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands_2017.pdf Download]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Älteste und (fast) jüngste Universität. Die Alma Mater Erfordensis.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 36f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die mittelalterliche Universität.&#039;&#039;&#039; In: Roland Steinacher u.a.: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024). S. 100 f.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Älteste Universität Deutschlands =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Neuere Forschungen sehen Erfurt mit dem Gründungsprivileg von 1379 als älteste Universität Deutschlands vor Heidelberg und Köln.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:StadtmuseumUniPrivileg1379.jpg|520px|right]]Wer hat die älteste Universität im heutigen Deutschland? Heidelberg, so war lange die allgemeine Überzeugung. Der Jenaer Historiker Prof. Dr. Robert Gramsch-Stehfest bot 2012 eine neue  Antwort: Erfurt. Dies hat die Forschung belebt. Die &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039; galt lange Zeit als drittälteste Universität. Ein erstes päpstliches Privileg von 1379 (Foto: Stadtmuseum Erfurt, Dirk Urban) war 1389 wegen des Großen Schismas erneuert worden, worauf 1392 der Lehrbetrieb nach Heidelberg (1386) und Köln (1389) begann. Gramsch-Stehfest belegt jedoch, dass das Privileg von 1379 sehr wohl als &amp;quot;Geburtsurkunde&amp;quot; der Alma mater Erfordensis gelten kann. Er hat dies mit dem Buch &#039;&#039;&#039;[[Gründung_Universität_Erfurt|Erfurt - Die älteste Hochschule Deutschlands]]&#039;&#039;&#039; (2012) wissenschaftlich untermauert. Darüber hinaus verweist Gramsch auf das bis ins 13. Jahrhundert zurück reichende universitätsähnliche Generalstudium, mit dem Erfurt in jedem Falle die älteste Hochschultradition aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Forschungen haben eine intensive Diskussion in Gang gesetzt. Die Erklärung der Heidelberger Universitäts-Sprecherin Marietta Fuhrmann-Koch, &amp;quot;entscheidendes Kriterium für das Alter von Universitäten ist nach Ansicht der meisten Experten, wie lange die Hochschule ihren Lehrbetrieb ohne Unterbrechungen aufrecht erhalten hat&amp;quot; (Thüringer Allgemeine vom 22.11.2012), ist nicht haltbar. Die Ansichten sind zumindest geteilt. Schon für Prag und Wien als den ältesten Universitäten des Reiches gilt dies eindeutig nicht; hier beruft man sich auf die Gründungsprivilegien von 1348 und 1365, obwohl der Lehrbetrieb erst deutlich später begann. Im Falle von Erfurt und Köln gab es erhebliche &amp;quot;Unterbrechungen&amp;quot; 1816/1994 und 1798/1919 - womit allein schon von den fünf ältesten Universitäten im Reich nur Heidelberg dieses vermeintlich &amp;quot;entscheidende Kriterium&amp;quot; erfüllen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Traditionsuniversitäten (Würzburg 1402, Leipzig 1409, Rostock 1419, Greifswald 1456 etc.) berufen sich auf ihr Gründungsprivileg. Im Falle Jenas hat dies sogar dazu geführt, dass man sich nach intensiver Diskussion für das Privileg 1558 entschieden hat, obwohl die Hohe Schule praktisch schon seit 1548 existierte. Es ist also üblich, bei der Datierung der Universitäten auf deren Gründungsprivileg zurück zu greifen - was damit auch für Erfurt völlig legitim ist. Die Alma Mater Erfordensis, an der Martin Luther sein akademisches Rüstzeug erwarb, sah sich nach ihrer Wiedergründung 1994 sogar zeitweise als älteste und jüngste Universität Deutschlands, wobei mit der TU Nürnberg (2021) unterdessen eine staatliche Neugründung hinzugekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Gramsch: &#039;&#039;&#039;[[Gründung_Universität_Erfurt|Erfurt - Die älteste Hochschule Deutschlands. Vom Generalstudium zur Universität]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt aelteste und juengste Universitaet Deutschlands|Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024). (&#039;&#039;&#039;[https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/Hauptseiten/Universitaet/Broschuere_Die_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands_2017.pdf Download]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Älteste und (fast) jüngste Universität. Die Alma Mater Erfordensis.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 36f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die mittelalterliche Universität.&#039;&#039;&#039; In: Roland Steinacher u.a.: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024). S. 100 f.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Älteste Universität Deutschlands =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Neuere Forschungen sehen Erfurt mit dem Gründungsprivileg von 1379 als älteste Universität Deutschlands vor Heidelberg und Köln.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:StadtmuseumUniPrivileg1379.jpg|520px|right]]Wer hat die älteste Universität im heutigen Deutschland? Heidelberg, so war lange die allgemeine Überzeugung. Der Jenaer Historiker Prof. Dr. Robert Gramsch-Stehfest bot 2012 eine neue  Antwort: Erfurt. Dies hat die Forschung belebt. Die &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039; galt lange Zeit als drittälteste Universität. Ein erstes päpstliches Privileg von 1379 (Foto: Stadtmuseum Erfurt, Dirk Urban) war 1389 wegen des Großen Schismas erneuert worden, worauf 1392 der Lehrbetrieb nach Heidelberg (1386) und Köln (1389) begann. Gramsch-Stehfest belegt jedoch, dass das Privileg von 1379 sehr wohl als &amp;quot;Geburtsurkunde&amp;quot; der Alma mater Erfordensis gelten kann. Er hat dies mit dem Buch &#039;&#039;&#039;[[Gründung_Universität_Erfurt|Erfurt - Die älteste Hochschule Deutschlands. Vom Generalstudium zur Universität]]&#039;&#039;&#039; (2012) wissenschaftlich untermauert. Darüber hinaus verweist Gramsch auf das bis ins 13. Jahrhundert zurück reichende universitätsähnliche Generalstudium, mit dem Erfurt in jedem Falle die älteste Hochschultradition aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Forschungen haben eine intensive Diskussion in Gang gesetzt. Die Erklärung der Heidelberger Universitäts-Sprecherin Marietta Fuhrmann-Koch, &amp;quot;entscheidendes Kriterium für das Alter von Universitäten ist nach Ansicht der meisten Experten, wie lange die Hochschule ihren Lehrbetrieb ohne Unterbrechungen aufrecht erhalten hat&amp;quot; (Thüringer Allgemeine vom 22.11.2012), ist nicht haltbar. Die Ansichten sind zumindest geteilt. Schon für Prag und Wien als den ältesten Universitäten des Reiches gilt dies eindeutig nicht; hier beruft man sich auf die Gründungsprivilegien von 1348 und 1365, obwohl der Lehrbetrieb erst deutlich später begann. Im Falle von Erfurt und Köln gab es erhebliche &amp;quot;Unterbrechungen&amp;quot; 1816/1994 und 1798/1919 - womit allein schon von den fünf ältesten Universitäten im Reich nur Heidelberg dieses vermeintlich &amp;quot;entscheidende Kriterium&amp;quot; erfüllen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Traditionsuniversitäten (Würzburg 1402, Leipzig 1409, Rostock 1419, Greifswald 1456 etc.) berufen sich auf ihr Gründungsprivileg. Im Falle Jenas hat dies sogar dazu geführt, dass man sich nach intensiver Diskussion für das Privileg 1558 entschieden hat, obwohl die Hohe Schule praktisch schon seit 1548 existierte. Es ist also üblich, bei der Datierung der Universitäten auf deren Gründungsprivileg zurück zu greifen - was damit auch für Erfurt völlig legitim ist. Die Alma Mater Erfordensis, an der Martin Luther sein akademisches Rüstzeug erwarb, sah sich nach ihrer Wiedergründung 1994 sogar zeitweise als älteste und jüngste Universität Deutschlands, wobei mit der TU Nürnberg (2021) unterdessen eine staatliche Neugründung hinzugekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Gramsch: &#039;&#039;&#039;[[Gründung_Universität_Erfurt|Erfurt - Die älteste Hochschule Deutschlands. Vom Generalstudium zur Universität]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt aelteste und juengste Universitaet Deutschlands|Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024). (&#039;&#039;&#039;[https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/Hauptseiten/Universitaet/Broschuere_Die_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands_2017.pdf Download]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Älteste und (fast) jüngste Universität. Die Alma Mater Erfordensis.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 36f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die mittelalterliche Universität.&#039;&#039;&#039; In: Roland Steinacher u.a.: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024). S. 100 f.&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-04-28T10:22:34Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Älteste Universität Deutschlands =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Neuere Forschungen sehen Erfurt mit dem Gründungsprivileg von 1379 als älteste Universität Deutschlands vor Heidelberg und Köln.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:StadtmuseumUniPrivileg1379.jpg|480px|right]]Wer hat die älteste Universität im heutigen Deutschland? Heidelberg, so war lange die allgemeine Überzeugung. Der Jenaer Historiker Prof. Dr. Robert Gramsch-Stehfest bot 2012 eine neue  Antwort: Erfurt. Dies hat die Forschung belebt. Die &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039; galt lange Zeit als drittälteste Universität. Ein erstes päpstliches Privileg von 1379 (Foto: Stadtmuseum Erfurt, Dirk Urban) war 1389 wegen des Großen Schismas erneuert worden, worauf 1392 der Lehrbetrieb nach Heidelberg (1386) und Köln (1389) begann. Gramsch-Stehfest belegt jedoch, dass das Privileg von 1379 sehr wohl als &amp;quot;Geburtsurkunde&amp;quot; der Alma mater Erfordensis gelten kann. Er hat dies mit dem Buch &#039;&#039;&#039;[[Gründung_Universität_Erfurt|Erfurt - Die älteste Hochschule Deutschlands. Vom Generalstudium zur Universität]]&#039;&#039;&#039; (2012) wissenschaftlich untermauert. Darüber hinaus verweist Gramsch auf das bis ins 13. Jahrhundert zurück reichende universitätsähnliche Generalstudium, mit dem Erfurt in jedem Falle die älteste Hochschultradition aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neuen Forschungen haben eine intensive Diskussion in Gang gesetzt. Die Erklärung der Heidelberger Universitäts-Sprecherin Marietta Fuhrmann-Koch, &amp;quot;entscheidendes Kriterium für das Alter von Universitäten ist nach Ansicht der meisten Experten, wie lange die Hochschule ihren Lehrbetrieb ohne Unterbrechungen aufrecht erhalten hat&amp;quot; (Thüringer Allgemeine vom 22.11.2012), ist nicht haltbar. Die Ansichten sind zumindest geteilt. Schon für Prag und Wien als den ältesten Universitäten des Reiches gilt dies eindeutig nicht; hier beruft man sich auf die Gründungsprivilegien von 1348 und 1365, obwohl der Lehrbetrieb erst deutlich später begann. Im Falle von Erfurt und Köln gab es erhebliche &amp;quot;Unterbrechungen&amp;quot; 1816/1994 und 1798/1919 - womit allein schon von den fünf ältesten Universitäten im Reich nur Heidelberg dieses vermeintlich &amp;quot;entscheidende Kriterium&amp;quot; erfüllen würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Traditionsuniversitäten (Würzburg 1402, Leipzig 1409, Rostock 1419, Greifswald 1456 etc.) berufen sich auf ihr Gründungsprivileg. Im Falle Jenas hat dies sogar dazu geführt, dass man sich nach intensiver Diskussion für das Privileg 1558 entschieden hat, obwohl die Hohe Schule praktisch schon seit 1548 existierte. Es ist also üblich, bei der Datierung der Universitäten auf deren Gründungsprivileg zurück zu greifen - was damit auch für Erfurt völlig legitim ist. Die Alma Mater Erfordensis, an der Martin Luther sein akademisches Rüstzeug erwarb, sah sich nach ihrer Wiedergründung 1994 sogar zeitweise als älteste und jüngste Universität Deutschlands, wobei mit der TU Nürnberg (2021) unterdessen eine staatliche Neugründung hinzugekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Gramsch: &#039;&#039;&#039;[[Gründung_Universität_Erfurt|Erfurt - Die älteste Hochschule Deutschlands. Vom Generalstudium zur Universität]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt aelteste und juengste Universitaet Deutschlands|Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024). (&#039;&#039;&#039;[https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/Hauptseiten/Universitaet/Broschuere_Die_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands_2017.pdf Download]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Älteste und (fast) jüngste Universität. Die Alma Mater Erfordensis.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021 (2. Auflage 2025). S. 36f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die mittelalterliche Universität.&#039;&#039;&#039; In: Roland Steinacher u.a.: &#039;&#039;&#039;[[Deutsche Geschichte|Deutsche Geschichte. Die große Bild-Enzyklopädie]]&#039;&#039;&#039;. München 2018 (2. Auflage 2024). S. 100 f.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Universitätsgesellschaft Erfurt</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Universitätsgesellschaft Erfurt =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 1987 gegründete Universitätsgesellschaft Erfurt gehört zu den Bürgerbewegungen der späten DDR-Zeit. Als eine der wenigen konnte sie nach 1989 ihre Hauptziele erreichen, die Wiedergründung der Universität Erfurt 1994 und die Rekonstruktion des Collegium maius 2011. Heute unterstützt sie als Fördergesellschaft die Universität und pflegt deren reiche Tradition.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Unigesellschaft.jpg|190px|right]]Am 15. Oktober 1987 gründeten einige Erfurter Bürger die Interessengemeinschaft “Alte Universität Erfurt“ im Kulturbund der DDR. Ihr Ziel war es, für das Stadtjubiläum 1992 (1250 Jahre Ersterwähnung, 600 Jahre Universitätseröffnung) das Andenken an die 1816 geschlossene Alma mater Erfordensis und ihre Baudenkmale im “lateinischen Viertel” zu beleben. Mutig strebte man sogar eine Wiedergründung der &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt|Universität]]&#039;&#039;&#039; und den Aufbau des im Krieg zerstörten &#039;&#039;&#039;[[Collegium maius Erfurt|Collegium maius]]&#039;&#039;&#039; an, des ehemaligen Hauptgebäudes in der Michaelisstraße. Dessen spätgotischem Kielbogenportal ist auch das Logo der Gesellschaft entlehnt. Im Mai 1988 begannen die ersten „Tage der Alten Universität“, die mit dem Hochschulstraßenfest eine feste Tradition wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der friedlichen Revolution 1989 engagieren sich viele Mitglieder im wiedererwachten Bürgergeist. Am 10. Dezember 1989 organisieren sie die spektakuläre Aktion „Ein Bürgerwall für unsere Altstadt“, der den &#039;&#039;&#039;[[Stadtumbau_DDR-Zeit_Plattenbau|DDR-Stadtumbau]]&#039;&#039;&#039; stoppen sollte. Aber auch die von den SED-Oberen skeptisch beäugte Idee einer Wiedergründung der Universität sollte in greifbare Nähe rücken. Am 9. März 1990 veröffentlichte die IG ihren Aufruf für eine „Europäische Universität Erfurt“. Im Juni ermächtigte die Stadt Erfurt Oberbürgermeister Manfred O. Ruge, hierzu ein internationales Gremium zu berufen und schon am 31. August 1990 wurde ein Gründungsausschuss gebildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IG und Stadt gelang es, für ihr Vorhaben erfolgreich zu werben. Mobilisierung von Multiplikatoren, Universitätslesungen und -musiken, &#039;&#039;&#039;[[Gedenktafel Collegium maius|Gedenktafeln]]&#039;&#039;&#039;, Medaillen, Veranstaltungen zu Persönlichkeiten wie &#039;&#039;&#039;[[Trommsdorff_Moderne_Erfurt|J. B. Trommsdorff]]&#039;&#039;&#039;, das Engagement für den Wiederaufbau des &#039;&#039;&#039;[[Collegium maius Erfurt|Collegium maius]]&#039;&#039;&#039;, die Hochschultage rund um die &#039;&#039;&#039;[[Engelsburg Erfurt|Engelsburg]]&#039;&#039;&#039; u.v.a.m. machten das Projekt populär. Bundespräsident Richard von Weizsäcker bezeichnete es im Mai 1990 als einen “wahrhaft glücklichen Gedanken”. 1991 erkannte die UNESCO das Vorhaben Wiedereröffnung als „Europäische Universität“ als deutschen Beitrag zur „Weltdekade für kulturelle Entwicklung 1988 bis 1997“ an, zugleich erhielt die IG den Kulturpreis der Stadt Essen. 1992 benannte sie sich in „Gesellschaft zur Förderung der Europäischen Universität Erfurt e.V.“ um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1994 trat das Gesetz zur „Wiedergründung der Universität Erfurt und zur Aufhebung der Medizinischen Hochschule Erfurt“ in Kraft. Am 29. April 1994 fand die Gründungsveranstaltung im &#039;&#039;&#039;[[Augustinerkloster Erfurt|Augustinerkloster]]&#039;&#039;&#039; statt. In den Folgejahren wurde das Projekt einer international ausgerichteten Reformuniversität auf dem &#039;&#039;&#039;[[Campus Universität Erfurt|Campus]]&#039;&#039;&#039; an der Nordhäuser Straße mit Leben erfüllt. 2001 brachte die Fusion mit der Pädagogischen Hochschule den Abschluss der Gründungsphase. Hiermit hatte sich eine zentrale Zielstellung verwirklicht, was nur wenigen DDR-Bürgerinitiativen nach 1989/90 vergönnt war. Allerdings gab es auch schmerzhafte Reibungen. Nach Ansicht vieler Aktivisten wurde die Gesellschaft von der Landesregierung und dem Gründungsbeauftragten Klaus-Dieter Wolff nicht genügend einbezogen. Der Verkauf des &#039;&#039;&#039;[[Collegium maius Erfurt|Collegium maius]]&#039;&#039;&#039; durch die Stadt Erfurt an die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland 2008, die dort 2011 ihr Landeskirchenamt einweihte, hat das Ziel eines repräsentativen Universitätsgebäudes verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz solcher Enttäuschungen, nicht zuletzt auch über die Schließung der &#039;&#039;&#039;[[Medizinische Akademie Erfurt|Medizinischen Akademie]]&#039;&#039;&#039;, blieben die meisten Mitglieder ihrer Sache treu. Dem Wandel zum Förderer trug man 1995 mit einer neuen Satzung und der Umbenennung in Universitätsgesellschaft Erfurt Rechnung. Besondere Anstrengungen werden unternommen, um die Universität weiter im Bewusstsein der Bürger zu verankern. Dies geschieht u.a. durch Pflege des großen Erbes (Publikation &#039;&#039;&#039;[[Erfurt aelteste und juengste Universitaet Deutschlands|Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands]]&#039;&#039;&#039;, Schautafeln &#039;&#039;&#039;[[Infotafeln Collegium maius|Collegium maius]]&#039;&#039;&#039;, Denkmal &#039;&#039;&#039;[[Medizinische Akademie Erfurt|Medizinische Akademie]]&#039;&#039;&#039;, Schautafeln und Film &#039;&#039;&#039;[[Infotafeln und Film Engelsburg|Engelsburg]]&#039;&#039;&#039;, Gedenktafel &#039;&#039;&#039;[[Gedenktafel_Collegium_maius|Collegium maius]]&#039;&#039;&#039;, Gedenktafel &#039;&#039;&#039;[[Gedenktafel_Engelsburg|Engelsburg]]&#039;&#039;&#039;, Plakatausstellung &#039;&#039;&#039;[[Ausstellung_Geschichte_Universitaet_Erfurt_2019|Universitätsgeschichte]]&#039;&#039;&#039;). Auch dem denkmalgeschützten &#039;&#039;&#039;[[Campus Universität Erfurt|Campus]]&#039;&#039;&#039; gilt die Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit der Evang. Kirche veranstaltete die Gesellschaft von 2011 bis 2019 die &#039;&#039;&#039;[[Collegium Maius Abende]]&#039;&#039;&#039; und ist Ausrichter des Seniorenstudiums Erfurter Kolleg.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barbara Marshall: &#039;&#039;&#039;Die (Wieder-)Gründung der Universität Erfurt.&#039;&#039;&#039; Köln 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aribert W. J. Spiegler/Elmar Schmid (Hg.): &#039;&#039;&#039;Europäische Universität Erfurt. Dokumente und Reflexionen zur Geschichte einer Bürgerinitiative 1987-1994.&#039;&#039;&#039; Weimar 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands|Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024). (&#039;&#039;&#039;[https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/Bilddatenbank/Flyer/Broschuere_Die_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands_Erfurt.pdf Download]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt Rassloff|Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2012 (7. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[https://www.unigesellschaft-erfurt.de/ Universitätsgesellschaft Erfurt]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Unigesellschaft-Erfurt.de&#039;&#039;&#039; 24.04.2024 (zum Lesen anklicken)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:UGStadtmuseum18-3-24.png|550px|left]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Erfurt_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands&amp;diff=62287</id>
		<title>Erfurt aelteste und juengste Universitaet Deutschlands</title>
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		<updated>2026-04-28T10:21:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurt - Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurt - Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:UG-Broschuere-3-24.jpg|300px|right]]&#039;&#039;&#039;Erfurt gilt mit einem päpstlichen Gündungsprivileg von 1379 und der Wiedergründung 1994 als älteste und zugleich eine der jüngsten Universitäten im heutigen Deutschland.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist Sitz der ältesten und (fast) jüngsten Universität Deutschlands. Was auf den ersten Blick wie ein paradoxer Werbeslogan klingt, verweist auf die lange und wechselhafte Geschichte jener Hohen Schule. Sie gilt mit ihrem Gründungsprivileg von 1379 als die älteste Universität vor Heidelberg (1385) und Köln (1388). Zugleich konnte sie sich für einige Jahre auch die jüngste der deutschen Universitäten nennen, dank ihrer Wiedergründung 1994. Zwischen dem spätmittelalterlichen Bildungszentrum, an dem Martin Luther seine geistigen Grundlagen legte, und dem ambitionierten Reformprojekt der jüngeren Vergangenheit liegt freilich auch viel Schatten bis hin zur Schließung der Universität 1816. Aber ihr Andenken blieb stets lebendig, zumal in den 1950er-Jahren mit Philosophisch-Theologischem Studium, Pädagogischer Hochschule und Medizinischer Akademie wieder akademisches Leben in Erfurt einzog.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Erfurt verbindet so jahrhundertealte Tradition mit lebendiger Gegenwart. Im Stadtbild verdichtet sich dies im lateinischen Viertel um das historische Hauptgebäude Collegium maius in der Altstadt und im modernen Campus an der Nordhäuser Straße. Ihre glanzvollen Insignien werden im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; gezeigt. Und schließlich ist die Universität Erfurt eine echte Bürgeruniversität. Ihre Gründung ging zum einen vom mittelalterlichen Stadtrat und zum anderen von der heutigen Universitätsgesellschaft aus. Letztere war 1987 als DDR-Bürgerbewegung entstanden, die nicht nur die Wiedergründung der Universität auf den Weg brachte, sondern auch der Friedlichen Revolution 1989 wichtige Impulse verlieh.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands.&#039;&#039;&#039; Hg. von der &#039;&#039;&#039;[[Universitätsgesellschaft Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Publikation ist im &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039; und in der Pressestelle der &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039; sowie als &#039;&#039;&#039;[https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/Bilddatenbank/Flyer/Broschuere_Die_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands_Erfurt.pdf Download]&#039;&#039;&#039; erhältlich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unigesellschaft-Erfurt.de&#039;&#039;&#039; 24.04.2024 (zum Lesen anklicken)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:UGStadtmuseum18-3-24.png|550px|left]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Universit%C3%A4tsgesellschaft_Erfurt&amp;diff=62286</id>
		<title>Universitätsgesellschaft Erfurt</title>
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		<updated>2026-04-28T10:16:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Universitätsgesellschaft Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Universitätsgesellschaft Erfurt =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die 1987 gegründete Universitätsgesellschaft Erfurt gehört zu den Bürgerbewegungen der späten DDR-Zeit. Als eine der wenigen konnte sie nach 1989 ihre Hauptziele erreichen, die Wiedergründung der Universität Erfurt 1994 und die Rekonstruktion des Collegium maius 2011. Heute unterstützt sie als Fördergesellschaft die Universität und pflegt deren reiche Tradition.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Unigesellschaft.jpg|190px|right]]Am 15. Oktober 1987 gründeten einige Erfurter Bürger die Interessengemeinschaft “Alte Universität Erfurt“ im Kulturbund der DDR. Ihr Ziel war es, für das Stadtjubiläum 1992 (1250 Jahre Ersterwähnung, 600 Jahre Universitätseröffnung) das Andenken an die 1816 geschlossene Alma mater Erfordensis und ihre Baudenkmale im “lateinischen Viertel” zu beleben. Mutig strebte man sogar eine Wiedergründung der &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt|Universität]]&#039;&#039;&#039; und den Aufbau des im Krieg zerstörten &#039;&#039;&#039;[[Collegium maius Erfurt|Collegium maius]]&#039;&#039;&#039; an, des ehemaligen Hauptgebäudes in der Michaelisstraße. Dessen spätgotischem Kielbogenportal ist auch das Logo der Gesellschaft entlehnt. Im Mai 1988 begannen die ersten „Tage der Alten Universität“, die mit dem Hochschulstraßenfest eine feste Tradition wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der friedlichen Revolution 1989 engagieren sich viele Mitglieder im wiedererwachten Bürgergeist. Am 10. Dezember 1989 organisieren sie die spektakuläre Aktion „Ein Bürgerwall für unsere Altstadt“, der den &#039;&#039;&#039;[[Stadtumbau_DDR-Zeit_Plattenbau|DDR-Stadtumbau]]&#039;&#039;&#039; stoppen sollte. Aber auch die von den SED-Oberen skeptisch beäugte Idee einer Wiedergründung der Universität sollte in greifbare Nähe rücken. Am 9. März 1990 veröffentlichte die IG ihren Aufruf für eine „Europäische Universität Erfurt“. Im Juni ermächtigte die Stadt Erfurt Oberbürgermeister Manfred O. Ruge, hierzu ein internationales Gremium zu berufen und schon am 31. August 1990 wurde ein Gründungsausschuss gebildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IG und Stadt gelang es, für ihr Vorhaben erfolgreich zu werben. Mobilisierung von Multiplikatoren, Universitätslesungen und -musiken, &#039;&#039;&#039;[[Gedenktafel Collegium maius|Gedenktafeln]]&#039;&#039;&#039;, Medaillen, Veranstaltungen zu Persönlichkeiten wie &#039;&#039;&#039;[[Trommsdorff_Moderne_Erfurt|J. B. Trommsdorff]]&#039;&#039;&#039;, das Engagement für den Wiederaufbau des &#039;&#039;&#039;[[Collegium maius Erfurt|Collegium maius]]&#039;&#039;&#039;, die Hochschultage rund um die &#039;&#039;&#039;[[Engelsburg Erfurt|Engelsburg]]&#039;&#039;&#039; u.v.a.m. machten das Projekt populär. Bundespräsident Richard von Weizsäcker bezeichnete es im Mai 1990 als einen “wahrhaft glücklichen Gedanken”. 1991 erkannte die UNESCO das Vorhaben Wiedereröffnung als „Europäische Universität“ als deutschen Beitrag zur „Weltdekade für kulturelle Entwicklung 1988 bis 1997“ an, zugleich erhielt die IG den Kulturpreis der Stadt Essen. 1992 benannte sie sich in „Gesellschaft zur Förderung der Europäischen Universität Erfurt e.V.“ um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1994 trat das Gesetz zur „Wiedergründung der Universität Erfurt und zur Aufhebung der Medizinischen Hochschule Erfurt“ in Kraft. Am 29. April 1994 fand die Gründungsveranstaltung im &#039;&#039;&#039;[[Augustinerkloster Erfurt|Augustinerkloster]]&#039;&#039;&#039; statt. In den Folgejahren wurde das Projekt einer international ausgerichteten Reformuniversität auf dem &#039;&#039;&#039;[[Campus Universität Erfurt|Campus]]&#039;&#039;&#039; an der Nordhäuser Straße mit Leben erfüllt. 2001 brachte die Fusion mit der Pädagogischen Hochschule den Abschluss der Gründungsphase. Hiermit hatte sich eine zentrale Zielstellung verwirklicht, was nur wenigen DDR-Bürgerinitiativen nach 1989/90 vergönnt war. Allerdings gab es auch schmerzhafte Reibungen. Nach Ansicht vieler Aktivisten wurde die Gesellschaft von der Landesregierung und dem Gründungsbeauftragten Klaus-Dieter Wolff nicht genügend einbezogen. Der Verkauf des &#039;&#039;&#039;[[Collegium maius Erfurt|Collegium maius]]&#039;&#039;&#039; durch die Stadt Erfurt an die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland 2008, die dort 2011 ihr Landeskirchenamt einweihte, hat das Ziel eines repräsentativen Universitätsgebäudes verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz solcher Enttäuschungen, nicht zuletzt auch über die Schließung der &#039;&#039;&#039;[[Medizinische Akademie Erfurt|Medizinischen Akademie]]&#039;&#039;&#039;, blieben die meisten Mitglieder ihrer Sache treu. Dem Wandel zum Förderer trug man 1995 mit einer neuen Satzung und der Umbenennung in Universitätsgesellschaft Erfurt Rechnung. Besondere Anstrengungen werden unternommen, um die Universität weiter im Bewusstsein der Bürger zu verankern. Dies geschieht u.a. durch Pflege des großen Erbes (Publikation &#039;&#039;&#039;[[Erfurt aelteste und juengste Universitaet Deutschlands|Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands]]&#039;&#039;&#039;, Schautafeln &#039;&#039;&#039;[[Infotafeln Collegium maius|Collegium maius]]&#039;&#039;&#039;, Denkmal &#039;&#039;&#039;[[Medizinische Akademie Erfurt|Medizinische Akademie]]&#039;&#039;&#039;, Schautafeln und Film &#039;&#039;&#039;[[Infotafeln und Film Engelsburg|Engelsburg]]&#039;&#039;&#039;, Gedenktafel &#039;&#039;&#039;[[Gedenktafel_Collegium_maius|Collegium maius]]&#039;&#039;&#039;, Gedenktafel &#039;&#039;&#039;[[Gedenktafel_Engelsburg|Engelsburg]]&#039;&#039;&#039;, Plakatausstellung &#039;&#039;&#039;[[Ausstellung_Geschichte_Universitaet_Erfurt_2019|Universitätsgeschichte]]&#039;&#039;&#039;). Auch dem denkmalgeschützten &#039;&#039;&#039;[[Campus Universität Erfurt|Campus]]&#039;&#039;&#039; gilt die Aufmerksamkeit. Gemeinsam mit der Evang. Kirche veranstaltete die Gesellschaft von 2011 bis 2019 die &#039;&#039;&#039;[[Collegium Maius Abende]]&#039;&#039;&#039; und ist Ausrichter des Seniorenstudiums Erfurter Kolleg.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barbara Marshall: &#039;&#039;&#039;Die (Wieder-)Gründung der Universität Erfurt.&#039;&#039;&#039; Köln 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aribert W. J. Spiegler/Elmar Schmid (Hg.): &#039;&#039;&#039;Europäische Universität Erfurt. Dokumente und Reflexionen zur Geschichte einer Bürgerinitiative 1987-1994.&#039;&#039;&#039; Weimar 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands|Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024). (&#039;&#039;&#039;[https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/Bilddatenbank/Flyer/Broschuere_Die_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands_Erfurt.pdf Download]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt Rassloff|Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2012 (7. Auflage 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: &#039;&#039;&#039;[https://www.unigesellschaft-erfurt.de/ Universitätsgesellschaft Erfurt]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Unigesellschaft-Erfurt.de&#039;&#039;&#039; 24.04.2024 (zum Lesen anklicken)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:UGStadtmuseum18-3-24.png|600px|left]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Alte_Universit%C3%A4t_Erfurt_Rathausfestsaal&amp;diff=62285</id>
		<title>Alte Universität Erfurt Rathausfestsaal</title>
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		<updated>2026-04-28T10:16:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Alte Universität Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Alte Universität Erfurt =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beitrag der Serie [[Wandbilder_zur_Stadtgeschichte_im_Rathausfestsaal|Wandbilder im Rathausfestsaal]] von [[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]] (2007)&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alma mater Erfordiensis&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wandbilder im Rathausfestsaal (6): Alte Universität Erfurt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Bilderzyklus zur Stadtgeschichte, wie er seit 1882 den Rathausfestsaal ziert, darf die traditionsreiche Universität Erfurt nicht fehlen. Sie ist mit ihrer Privilegierung im Jahre 1379 die älteste im heutigen Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:UniRathaus.jpg|450px|right]]Die von der Erfurter Bürgerschaft ins Leben gerufene Hierana, die Universität an der Gera, entwickelte sich rasch zu einem geistigen Zentrum Mitteleuropas. Neben ihr nahmen sich andere Universitäten wie „kleine (ABC-)Schützenschulen“ aus, so der Erfurter Student und Magister Martin Luther. Von Beginn an lehrte man an allen vier mittelalterlichen Fakultäten: Philosophie, Medizin, Recht und Theologie. Maler Prof. Janssen hat dies sinnfällig zum Ausdruck gebracht. Überragt von der Klugheit in Frauengestalt stehen vier große Gelehrte für ihren jeweiligen Fachbereich. Die Philosophie, eine Art Grundstudium für die drei “höheren Fakultäten”, wird repräsentiert vom Humanisten Eobanus Hessus, auf der linken Bildseite rechts neben Luther stehend. Hessus gehörte zum namhaften Erfurter Humanistenkreis, dem auch Teile der “Dunkelmännerbriefe” zugeschrieben werden. Jene satirische Streitschrift gegen die mittelalterliche Scholastik ist in Form der von zwei Engeln gehaltenen Schriftzüge “Epistolae obscurorum virorum” präsent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Staatsrechtler Henning Göde rechts im Bild mit Buch gehörte zu den renommiertesten Vertretern der Juristischen Fakultät. Medizinprofessor Amplonius Rating de Berka ist als Rektor, Kolleggründer und Schöpfer der Handschriftensammlungen “Amploniana” eine der herausragenden Gestalten der Erfurter Universität. Für die Theologie schließlich steht Luther. Das ist angesichts des berühmtesten Universitätsangehörigen sicher verständlich. Zur Zeit des Studenten und Magister Luther 1501 bis 1505 war die Fakultät freilich noch katholisch und sollte es auch nach der Reformation mit kurzen Unterbrechungen bzw. ergänzt durch einzelne evangelische Lehrstühle bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Prof. Janssen den Festsaal mit seinen Bildern schmückte, gehörte die Universität schon seit Jahrzehnten der Geschichte an. Das Andenken an die 1816 von Preußen geschlossene Hohe Schule war aber nie erloschen. Bürger und Institutionen wie die Akademie gemeinnütziger Wissenschaften (1754) und der Geschichtsverein (1863) pflegten deren Erbe. Die Gründung der Pädagogischen Hochschule (1953) sowie der Medizinischen Akademie (1954) machten Erfurt später wieder zum Hochschulstandort, der sich seiner Wurzeln bewusst war. Mit der “Wende” rückte sogar die seit 1987 von der heutigen Universitätsgesellschaft angestrebte Neubelebung der Universität in realistische Nähe. Wieder war es die Bürgerschaft, die die entscheidenden Impulse gab. 1994 konnte die Wiedergründung feierlich begangen werden. Auf dem Campus an der Nordhäuser Straße studieren mittlerweile 6000 Studenten an wiederum vier Fakultäten: Philosophische, Staatswissenschaftliche, Erziehungswissenschaftliche und Katholisch-Theologische Fakultät. (Foto: Alexander Raßloff)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;Älteste und jüngste Universität. Die Alma Mater Erfordensis.&#039;&#039;&#039; In: &#039;&#039;&#039;[[Erfurt 55 Highlights aus der Geschichte|Erfurt. 55 Highlights aus der Geschichte]].&#039;&#039;&#039; Erfurt 2021. S. 36 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe: &#039;&#039;&#039;[[Rathaus Erfurt|Rathaus]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Universitätsgesellschaft Erfurt]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Dunkelmännerbriefe Erfurter Humanistenkreis|Dunkelmännerbriefe]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Martin Luther|Luther]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Amplonius Ratingk de Berka|Amplonius]]&#039;&#039;&#039;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=Erfurt_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands&amp;diff=62284</id>
		<title>Erfurt aelteste und juengste Universitaet Deutschlands</title>
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		<updated>2026-04-28T10:15:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurt - Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurt - Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:UG-Broschuere-3-24.jpg|300px|right]]&#039;&#039;&#039;Erfurt gilt mit einem päpstlichen Gündungsprivileg von 1379 und der Wiedergründung 1994 als älteste und zugleich eine der jüngsten Universitäten im heutigen Deutschland.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist Sitz der ältesten und (fast) jüngsten Universität Deutschlands. Was auf den ersten Blick wie ein paradoxer Werbeslogan klingt, verweist auf die lange und wechselhafte Geschichte jener Hohen Schule. Sie gilt mit ihrem Gründungsprivileg von 1379 als die älteste Universität vor Heidelberg (1385) und Köln (1388). Zugleich konnte sie sich für einige Jahre auch die jüngste der deutschen Universitäten nennen, dank ihrer Wiedergründung 1994. Zwischen dem spätmittelalterlichen Bildungszentrum, an dem Martin Luther seine geistigen Grundlagen legte, und dem ambitionierten Reformprojekt der jüngeren Vergangenheit liegt freilich auch viel Schatten bis hin zur Schließung der Universität 1816. Aber ihr Andenken blieb stets lebendig, zumal in den 1950er-Jahren mit Philosophisch-Theologischem Studium, Pädagogischer Hochschule und Medizinischer Akademie wieder akademisches Leben in Erfurt einzog.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Erfurt verbindet so jahrhundertealte Tradition mit lebendiger Gegenwart. Im Stadtbild verdichtet sich dies im lateinischen Viertel um das historische Hauptgebäude Collegium maius in der Altstadt und im modernen Campus an der Nordhäuser Straße. Ihre glanzvollen Insignien werden im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; gezeigt. Und schließlich ist die Universität Erfurt eine echte Bürgeruniversität. Ihre Gründung ging zum einen vom mittelalterlichen Stadtrat und zum anderen von der heutigen Universitätsgesellschaft aus. Letztere war 1987 als DDR-Bürgerbewegung entstanden, die nicht nur die Wiedergründung der Universität auf den Weg brachte, sondern auch der Friedlichen Revolution 1989 wichtige Impulse verlieh.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands.&#039;&#039;&#039; Hg. von der &#039;&#039;&#039;[[Universitätsgesellschaft Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Publikation ist im &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039; und in der Pressestelle der &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039; sowie als &#039;&#039;&#039;[https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/Bilddatenbank/Flyer/Broschuere_Die_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands_Erfurt.pdf Download]&#039;&#039;&#039; erhältlich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unigesellschaft-Erfurt.de&#039;&#039;&#039; 24.04.2024 (zum Lesen anklicken)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:UGStadtmuseum18-3-24.png|600px|left]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
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		<title>Erfurt aelteste und juengste Universitaet Deutschlands</title>
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		<updated>2026-04-28T10:14:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Erfurt - Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Erfurt - Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:UG-Broschuere-3-24.jpg|300px|right]]&#039;&#039;&#039;Erfurt gilt mit einem päpstlichen Gündungsprivileg von 1379 und der Wiedergründung 1994 als älteste und zugleich eine der jüngsten Universitäten im heutigen Deutschland.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erfurt ist Sitz der ältesten und (fast) jüngsten Universität Deutschlands. Was auf den ersten Blick wie ein paradoxer Werbeslogan klingt, verweist auf die lange und wechselhafte Geschichte jener Hohen Schule. Sie gilt mit ihrem Gründungsprivileg von 1379 als die älteste Universität vor Heidelberg (1385) und Köln (1388). Zugleich konnte sie sich für einige Jahre auch die jüngste der deutschen Universitäten nennen, dank ihrer Wiedergründung 1994. Zwischen dem spätmittelalterlichen Bildungszentrum, an dem Martin Luther seine geistigen Grundlagen legte, und dem ambitionierten Reformprojekt der jüngeren Vergangenheit liegt freilich auch viel Schatten bis hin zur Schließung der Universität 1816. Aber ihr Andenken blieb stets lebendig, zumal in den 1950er-Jahren mit Philosophisch-Theologischem Studium, Pädagogischer Hochschule und Medizinischer Akademie wieder akademisches Leben in Erfurt einzog.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Universität Erfurt verbindet so jahrhundertealte Tradition mit lebendiger Gegenwart. Im Stadtbild verdichtet sich dies im lateinischen Viertel um das historische Hauptgebäude Collegium maius in der Altstadt und im modernen Campus an der Nordhäuser Straße. Ihre glanzvollen Insignien werden im Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; gezeigt. Und schließlich ist die Universität Erfurt eine echte Bürgeruniversität. Ihre Gründung ging zum einen vom mittelalterlichen Stadtrat und zum anderen von der heutigen Universitätsgesellschaft aus. Letztere war 1987 als DDR-Bürgerbewegung entstanden, die nicht nur die Wiedergründung der Universität auf den Weg brachte, sondern auch der Friedlichen Revolution 1989 wichtige Impulse verlieh.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Steffen Raßloff]]: Erfurt. Die älteste und (fast) jüngste Universität Deutschlands.&#039;&#039;&#039; Hg. von der &#039;&#039;&#039;[[Universitätsgesellschaft Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2014 (3. Auflage 2024). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Publikation ist im &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039; und in der Pressestelle der &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt]]&#039;&#039;&#039; sowie als &#039;&#039;&#039;[https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/Bilddatenbank/Flyer/Broschuere_Die_aelteste_und_juengste_Universitaet_Deutschlands_Erfurt.pdf Download]&#039;&#039;&#039; erhältlich.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Unigesellschaft-Erfurt.de&#039;&#039;&#039; 24.04.2024 (zum Lesen anklicken)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:UGStadtmuseum18-3-24.png|550px|left]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Stadtmuseum Erfurt</title>
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		<updated>2026-04-28T09:39:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Stadtmuseum Erfurt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
= Stadtmuseum Erfurt =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:StockfischDenkmale3.jpg|320px|rechts]]&#039;&#039;&#039;Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; | Johannesstraße 169 | 99084 Erfurt | Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eines der großen &#039;&#039;&#039;[[Museen in Erfurt|Erfurter Museen]]&#039;&#039;&#039; präsentiert das Stadtmuseum  die &#039;&#039;&#039;[[Geschichte der Stadt Erfurt|Geschichte der Stadt]]&#039;&#039;&#039;. Es ist untergebracht im Renaissancebau &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;, der 1607 für den &#039;&#039;&#039;[[Waid|Waidjunker]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Biereigen_Bierlöcher|Biereigen]]&#039;&#039;&#039; Paul Ziegler aus einer bedeutenden Patrizierfamilie errichtet wurde (Foto: Alexander Raßloff). 1905 erfolgte die &#039;&#039;&#039;[[Rettung Stockfisch Erfurt 1905|Rettung]]&#039;&#039;&#039; eines der &amp;quot;prächtigsten und imposantesten Baudenkmäler&amp;quot; durch Ankauf der Stadt mit Spenden aus der Bürgerschaft. Nach verschiedenen Nutzungen wurde 1922 das Naturkundemuseum und 1974 das Museum für Stadtgeschichte im Haus eingerichtet. Letzteres öffnete nach umfassender Sanierung und Neukonzeption 1994 als Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot; erneut seine Pforten. Im Mittelpunkt der Dauerausstellung im authentischen Umfeld des Bürgerhauses steht die &#039;&#039;&#039;[[Mittelaltermetropole Erfurt|Mittelaltermetropole]]&#039;&#039;&#039; Erfurt. Die wohlhabende Handelsstadt, eine der größten Städte des Reiches, gründete die älteste &#039;&#039;&#039;[[Universität Erfurt|Universität]]&#039;&#039;&#039; im heutigen Deutschland und gilt als geistige Prägestätte &#039;&#039;&#039;[[Martin Luther|Martin Luthers]]&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Kurzfilm aus dem Stadtmuseum zu &#039;&#039;&#039;[http://www.youtube.com/watch?v=piUDRwZTYZI Mittelalter und Reformation]&#039;&#039;&#039;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Museum werden viele Zeugnisse dieser Blütezeit präsentiert (&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; besondere &#039;&#039;&#039;[[Fundstücke aus dem Stadtmuseum|Exponate]]&#039;&#039;&#039;), etwa die &#039;&#039;&#039;[[Insignien Zepter Universitaet Erfurt Stadtmuseum|Insignien]]&#039;&#039;&#039; der Universität, &#039;&#039;&#039;[[Schreibkaestchen Martin Luther Stadtmuseum Erfurt|Luthers Schreibkästchen]]&#039;&#039;&#039;, die nachempfundene &#039;&#039;&#039;[[Tolle_Jahre_-_An_der_Schwelle_der_Reformation|Ratshalle]]&#039;&#039;&#039; des Alten Rathauses und Schätze aus Erfurter Kirchen. Als &amp;quot;Spinne im Netz&amp;quot; der historischen Erinnerungsorte in der Erfurter Altstadt, insbesondere der &#039;&#039;&#039;[[Martin Luther|Lutherstätten]]&#039;&#039;&#039;, wie Augustinerkloster und Georgenburse, und der Orte des zum &#039;&#039;&#039;[[UNESCO_Welterbe_Augustinerkloster_juedisches_Erbe|UNESCO-Weltkulturerbe]]&#039;&#039;&#039; zählenden &#039;&#039;&#039;[[Juedisches_Erbe_Erfurt|jüdischen Erbes]]&#039;&#039;&#039;, wie Alte Synagoge und Mikwe, bündelt das Stadtmuseum eine Geschichtslandschaft von Weltgeltung. Im historischen Gewölbekeller werden die archäologischen Schätze des Museums bis zum ältesten &#039;&#039;&#039;[[Faustkeil|Faustkeil]]&#039;&#039;&#039; eindrucksvoll präsentiert. Weitere Anziehungspunkte bilden ein historisches &#039;&#039;&#039;[[Museumskino]]&#039;&#039;&#039; und ein animiertes &#039;&#039;&#039;[[Praesentation_Stadtmodell_Stadtmuseum_Erfurt|Stadtmodell]]&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen regelmäßige &#039;&#039;&#039;[[Sonderausstellungen Stadtmuseum Erfurt|Sonderausstellungen]]&#039;&#039;&#039; (aktuell: &#039;&#039;&#039;[[Erfurter_Unionsparlament_1850_Stadtmuseum_2025|Erfurter Unionsparlament 1850]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;), Veranstaltungen und Museumspädagogik. Das Stadtmuseum ist Sitz des &#039;&#039;&#039;[[ErfurterGeschichtsverein|Erfurter Geschichtsvereins]]&#039;&#039;&#039;, der 1919 seine Sammlung der Stadt als Grundstock für ein Museum geschenkt hat. Das Stadtmuseum betreut die Nebeneinrichtungen &#039;&#039;&#039;[[Museum Neue Muehle Erfurt|Museum Neue Mühle]]&#039;&#039;&#039;, den &#039;&#039;&#039;[[Carillon_Bartholomäusturm_Erfurt|Bartholomäusturm]]&#039;&#039;&#039; mit Carillon und den &#039;&#039;&#039;[[Luftkrieg Luftschutzkeller Stadtmuseum|Luftschutzkeller]]&#039;&#039;&#039; am Wigbertikloster. Das Burgmuseum der &#039;&#039;&#039;[[Wasserburg Kapellendorf]]&#039;&#039;&#039;, einst Reichslehen der Mittelaltermetropole, wurde von 1994 bis 2024 ebenfalls vom Stadtmuseum betreut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipps:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hardy Eidam / Michael Kummer / Steffen Raßloff (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Sportstadt Erfurt|Liebe - Leistung - Leidenschaft. Sportstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gudrun Noll-Reinhardt: &#039;&#039;&#039;Nabel der Welt. Erfurts archäologische Schätze&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2025.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff (Hg.): &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Festschrift 2024|Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;. Stadt - Haus - Geschichte]]&#039;&#039;&#039;. Erfurt 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Förderverein Stadtmuseum Erfurt e.V.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannesstraße 169 | 99084 Erfurt | E-Mail: steffen.rassloff@t-online.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorstand: &#039;&#039;&#039;[[Steffen Rassloff|Dr. Steffen Raßloff]]&#039;&#039;&#039; (Vorsitzender), &#039;&#039;&#039;[[Jürgen Valdeig]]&#039;&#039;&#039;, Harald Baum, Christel Perlik, Marion Herbert &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Förderverein Stadtmuseum Erfurt e.V. unterstützt das Museum als bürgerschaftlicher Förderer, finanziert Projekte und Erwerbungen (z.B. &#039;&#039;&#039;[[Fotosammlung Heinz Lutz Stadtarchiv Foerderverein Stadtmuseum Erfurt|Fotosammlung Lutz]]&#039;&#039;&#039;, Gemälde von &#039;&#039;&#039;[[Hieronymus_Friedrich_Schorch|J.S. Beck]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Walter Corsep]]&#039;&#039;&#039;, Sammlung von &#039;&#039;&#039;[[Schrecklich_schön._Kriegserinnerungen_aus_Munition|Konversionsobjekten]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Militaria Stadtmuseum Erfurt|Militaria]]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[[Schaerpe Hermann Alexander Berlepsch Thueringer Volkstage|Revolutions-Schärpe]]&#039;&#039;&#039; von 1848, &#039;&#039;&#039;[[Foederverein Stadtmuseum Ankauf Klarinette Kruspe 2025|Kruspe-Klarinette]]&#039;&#039;&#039;), fördert die wissenschaftlich-museale Arbeit, veröffentlicht Publikationen, richtet Exkursionen und Veranstaltungen aus, wie das &#039;&#039;&#039;[[40 Jahre Stadtmuseum 2014|40./20. Gründungsjubiläum]]&#039;&#039;&#039; 2014, und bringt sich in kulturpolitische Debatten ein. 2017 beging der Verein sein &#039;&#039;&#039;[[Jubilaeum 25 Jahre Foerderverein Stadtmuseum Erfurt|25. Gründungsjubiläum]]&#039;&#039;&#039; und sponserte die Neupräsentation des großen &#039;&#039;&#039;[[Praesentation_Stadtmodell_Stadtmuseum_Erfurt|Stadtmodells]]&#039;&#039;&#039;. 2024 hat er mit einem Sommerfest das &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Jubilaeum 50-30 2024|50./30. Gründungsjubiläum]]&#039;&#039;&#039; des Stadtmuseums feierlich begangen und die Publikation &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Festschrift 2024|Stadtmuseum &amp;quot;Haus zum Stockfisch&amp;quot;. Stadt - Haus - Geschichte]]&#039;&#039;&#039; veröffentlicht. Darüber hinaus unterstützt der Verein auch die Nebeneinrichtungen des Museums. (&#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/Satzung-FVSM.pdf Vereinssatzung]&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;[https://erfurt-web.de/images/AufnahmeEinzugFVSM.pdf Aufnahmeantrag]&#039;&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesetipp:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Foerderverein Stadtmuseum Erfurt MJB|30 Jahre bürgerschaftliches Engagement. Der Förderverein Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;. In: Mitteldeutsches Jahrbuch für Kultur und Geschichte 32 (2025). S. 314-317.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://erfurt-web.de/index.php?title=J%C3%BCrgen_Valdeig&amp;diff=62281</id>
		<title>Jürgen Valdeig</title>
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		<updated>2026-04-28T09:37:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Jürgen Valdeig */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Jürgen Valdeig =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ValdeigMalerischeZeitreise-25.jpg|400px|right]]&#039;&#039;&#039;Erfurter Heimatmaler und Verleger&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; seit 1968 künstlerische Auseinandersetzung mit der Erfurter und Thüringer Geschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; 1990 Gründung des Kunstverlages Valdeig; Kunstkalender, Grafiken, Drucke, Karten, Bildbände&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; 1992 erste Ausstellung am Grand Canyon; 2004 Aufnahme in die Grand Canyon Association&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; 2001 Eröffnung der Erfurter &#039;&#039;&#039;[http://www.valdeig-fineart.de Kunsthandlung Valdeig]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; 2013 Gestaltung einer Gedenktafel für Brooklyn-Bridge-Erbauer &#039;&#039;&#039;[[Johann August Röbling]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; 2021 Ausstellung Stadtmuseum Erfurt &#039;&#039;&#039;[[Juergen_Valdeig_Ausstellung_70|Malerisches Erfurt - Jürgen Valdeig zum Siebzigsten]]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Vorstandsmitglied im &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt|Förderverein Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Botschafter für Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Veröffentlichungen (Auswahl)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leporello zu &#039;&#039;&#039;[[Lutherstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Leporello Peterskirche Erfurt|900 Jahre Stadtkrone Peterskirche]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Valdeig/Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Malerisches Thueringen Valdeig Rassloff|Malerisches Thüringen. Eine Liebeserklärung in Aquarellen]]&#039;&#039;&#039; (2017, 2. Auflage 2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Valdeig/Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Malerisches Erfurt Valdeig Rassloff|Malerisches Erfurt. Eine Liebeserklärung in Aquarellen]]&#039;&#039;&#039; (2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erfurt&#039;s Stadtkrone Dom und Severi&#039;&#039;&#039; (2024)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erfurt - eine malerische Zeitreise&#039;&#039;&#039; (2026)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erfurt- Kunstkalender 2026&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erfurt-Kunstkalender 2026 steht unter dem Motto &amp;quot;Malerisches Erfurt&amp;quot;. Ausführliche Beschreibung in Deutsch/Englisch. VK: 24,95 EUR. In der Kunsthandlung Valdeig in der Kettenstraße 10, in der Touristinformation und im Buchhandel erhältlich.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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		<title>Jürgen Valdeig</title>
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		<updated>2026-04-28T09:37:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Erfurter: /* Jürgen Valdeig */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Jürgen Valdeig =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ValdeigMalerischeZeitreise-25.jpg|400px|right]]&#039;&#039;&#039;Erfurter Heimatmaler und Verleger&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; seit 1968 künstlerische Auseinandersetzung mit der Erfurter und Thüringer Geschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; 1990 Gründung des Kunstverlages Valdeig; Kunstkalender, Grafiken, Drucke, Karten, Bildbände&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; 1992 erste Ausstellung am Grand Canyon; 2004 Aufnahme in die Grand Canyon Association&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; 2001 Eröffnung der Erfurter &#039;&#039;&#039;[http://www.valdeig-fineart.de Kunsthandlung Valdeig]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; 2013 Gestaltung einer Gedenktafel für Brooklyn-Bridge-Erbauer &#039;&#039;&#039;[[Johann August Röbling]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; 2021 Ausstellung Stadtmuseum Erfurt &#039;&#039;&#039;[[Juergen_Valdeig_Ausstellung_70|Malerisches Erfurt - Jürgen Valdeig zum Siebzigsten]]&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Vorstandsmitglied im &#039;&#039;&#039;[[Stadtmuseum Erfurt|Förderverein Stadtmuseum Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;gt;&#039;&#039;&#039; Mitinitiator &#039;&#039;&#039;[[Visionen_Peterskirche_Stadtkrone_Buga|Stadtkrone Peterskirche]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Botschafter für Erfurt]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Veröffentlichungen (Auswahl)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leporello zu &#039;&#039;&#039;[[Lutherstadt Erfurt]]&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;[[Leporello Peterskirche Erfurt|900 Jahre Stadtkrone Peterskirche]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Valdeig/Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Malerisches Thueringen Valdeig Rassloff|Malerisches Thüringen. Eine Liebeserklärung in Aquarellen]]&#039;&#039;&#039; (2017, 2. Auflage 2023)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Valdeig/Steffen Raßloff: &#039;&#039;&#039;[[Malerisches Erfurt Valdeig Rassloff|Malerisches Erfurt. Eine Liebeserklärung in Aquarellen]]&#039;&#039;&#039; (2019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erfurt&#039;s Stadtkrone Dom und Severi&#039;&#039;&#039; (2024)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erfurt - eine malerische Zeitreise&#039;&#039;&#039; (2026)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erfurt- Kunstkalender 2026&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erfurt-Kunstkalender 2026 steht unter dem Motto &amp;quot;Malerisches Erfurt&amp;quot;. Ausführliche Beschreibung in Deutsch/Englisch. VK: 24,95 EUR. In der Kunsthandlung Valdeig in der Kettenstraße 10, in der Touristinformation und im Buchhandel erhältlich.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Erfurter</name></author>
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